Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Am Ende steigen die Preise immer

Der Ölmarkt steht wieder ohne eigene Themen da. Deshalb folgen die Notierungen dem allgemeinen Börsengewackel. Das reagiert zuverlässig aber sinnentleert auf den Zahlenzauber, mit dem Volkswirte die wirtschaftliche Zukunft zu beschreiben versuchen. Sie liefern Finanzjongleuren so etwas wie eine vielblättrige Blüte, mit der Mädchen die Liebe ihrer Angebeteten abzählen. Die Finanzszene zählt die Konjunktur ab. Sie läuft, sie läuft nicht, sie läuft, etc. Am Montag lief sie nicht. Gestern lief sie, zumindest in dem Teil der Welt, der nicht den 1. Mai zelebrierte. Auf lange Sicht gesehen läuft die Konjunktur in der Interpretation der Finanzszene prächtig. Seit Beginn des Jahres 2009 stiegen Aktienindizes und Ölnotierungen kräftig an. Dass dieser Anstieg mit Geld finanziert wird, das in den Büchern der folgenden Generationen zur erdrückenden Last wird, bleibt heute unbewertet. Dass den Durchschnittsbürgern der alten Industrienationen bei diesem Finanzierungsgebaren immer weniger Geld zur Verfügung steht, bleibt unbewertet. Bewertet wird hingegen, dass Rohstoffe angesichts steigender Nachfrage in den bevölkerungsstarken Boomstaaten knapp werden. Ein Ende der allgemeinen Teuerung ist mit den Regierungen im Dienst nicht denkbar. Allenfalls ist ein temporärer Einbruch möglich, wenn ein namhafter Politiker darüber fabuliert, dem Spuk ein Ende zu bereiten. Man wird seinem fabelhaften Ansinnen ein Ende bereiten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: USA steigern Ölverbrauch
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Atomstreit mit dem Iran kein ölrelevantes Thema mehr
Überschüssiges US-Rohöl steht ab Mitte Mai dem Weltmarkt zur Verfügung
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise ziehen moderat an. Insgesamt schwingen sie in diesen Tagen seitwärts. Sie folgen damit den relevanten Ölnotierungen am Weltmarkt. Der schwache Abwärtstrend ist intakt. Er lässt auf kleine Preisverbesserungen hoffen. Die Breite des Trends macht allerdings auch Preissteigerungen im gleichen Umfang möglich. Kurzfristig sehen wir keine Rückkehr zum Aufwärtstrend. Langfristig wird er die Preisentwicklung wieder einfangen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen