Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Amerikanische Notenbank lässt es krachen

Gestern verloren die Heizölpreise nahezu das, was sie vorgestern zulegten. Die Ölnotierungen fielen tief und der Euro verlor nur wenig an Boden. Auslöser für die fallenden Ölnotierungen war die Meldung über die Erhöhung der Förderquoten der OPEC. Wichtiger war allerdings die Unsicherheit in den Köpfen der Börsenhändler. Die Angst vor einer erneuten Wirtschaftskrise sitzt tief. Sie wurde von der amerikanischen Notenbank (FED) nicht aufgefangen. Diese erteilte einer weiteren Senkung des Leitzinses eine Absage. Die Wallstreet zog es in die Tiefe. Die Ölnotierungen folgten. Der Dollar zog nur gering an. Die vergangenen zwei Tage waren wieder einmal ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Preisentwicklung spekulationsgetrieben und die Finanzbranche zutiefst verunsichert ist. Sie glaubt selber nicht mehr an ein „weiter so“. Es wäre gut, wenn die Politik das realisieren würde und entsprechend handelte. So entwickelten sich die Heizölpreise gestern erfreulich für den deutschen Heizölverbraucher.

Die US-Bestandsstände, die häufig Anlass zu Spekulationen sind, wurden gestern neutral bewertet und gingen im Trubel des Handels unter. Wir möchten dennoch nicht vorenthalten, was die ermittelnden Institutionen gemeldet haben. Das DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) zeigten folgende Veränderungen zur Vorwoche:

Rohöl: -1,9 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,5 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +0,5 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,2 Mio. Barrel (API)
Benzin: +3,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,0 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 2,4 (DOE) bzw. 1,7 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung ist auf 85 Prozent gefallen. Trotz der geringeren Raffinerieauslastung konnten sich die Vorräte erhöhen. Dies deutet darauf hin, dass die USA immer noch nicht in Fahrt gekommen sind.

Unsere Heizölpreise fallen und haben das Niveau des vorgestrigen Morgens erreicht. Heute Morgen ziehen die Ölnotierungen bereits wieder an. Viele Besucher dieses Verbraucherportals nutzen bereits die vergleichbar günstige Gelegenheit. Mathematisch haben wir in fast allen Regionen eine charttechnische Kaufempfehlung. Sie finden diese in unserem Preis-Rechner oben rechts unter dem Chart-Symbol. Bei der genannten Kaufempfehlung handelt es sich um eine mathematische Betrachtung des aktuellen Heizölpreises im Vergleich zur bisherigen Preisentwicklung. Diese Empfehlung muss anhand einer grundsätzlichen Einschätzung eingeordnet werden. D.h. wenn Sie der Meinung sind, dass der Zusammenbruch des Finanzsystems in nächster Zukunft erfolgt und dadurch die Heizölpreise sinken, dann sollten sie trotz mathematischer Betrachtung warten. In nahezu allen anderen Fällen sollten sie sich eindecken, denn sie haben bereits unabhängig von den Gefühlen eine mathematische Auswertung der Preisentwicklung vor sich. Deutlich wird dieser relativ günstige Kaufmoment auch in unserem Chart, der den kurzfristigen Abwärtstrend zeigt. Dort befindet sich der Heizölpreis am unteren Rand des Trendkanals. Anlass für die Finanzbranche auf steigende Ölnotierungen zu wetten, gibt es genug. Vorrangig ist hier der Iran-Konflikt zu nennen. Auf Seiten des Euro setzt sich langsam die Ernüchterung bis Enttäuschung über die letzten EU-Beschlüsse durch. Sie geben ebenfalls Anlass gegen den Euro zu handeln. Wer eine Kostenersparnis beim Heizölkauf einfahren will, sollte für die Reduzierung des eigenen Verbrauchs sorgen. Bei dieser Maßnahme hier gibt es sogar eine Bonusreduktion auf den Heizölpreis.

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