Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


An den Börsen wird gerockt

Nun kommt Leben in die Bude. Das jedenfalls signalisieren die Preischarts heute Morgen. Sie weisen streng abwärts. An der wichtigsten Börse für Öl und Ölprodukte, der NYMEX (New York Mercantile Exchange), wird dennoch nicht viel los sein. In den USA war gestern Feiertag. Das nutzen viele Händler für ein langes Wochenende. Diejenigen, die zur Arbeit gehen, können somit ungestörter an den Kursen drehen. Und das werden sie wohl auch machen. Sie werden sich an einem scheinbar öligen Thema abarbeiten, der drohenden Pleite des Ölemirats Dubai. Mit Öl hat der Vorgang allerdings nichts zu tun. Der kleine Fleck am persischen Golf mit dem Hang zum Großartigen hat sich an Immobilien verhoben. Nun kommt er tatsächlich ganz groß heraus, allerdings anders als geplant. Er weckt in der weltweiten Finanzszene schmerzhafte Erinnerungen an den Beginn ihrer großen Krise. Das löst massenhafte Fluchtreflexe aus. Denen können sich Ölpapiere nicht entziehen. Ob die Geschichte mehr als eine Eintagsfliege wird, muss die nächste Woche zeigen. Der Dollar reagiert übrigens ebenfalls heftig mit einer Aufwärtsbewegung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran
Dollar in Abwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Ölemirat Dubai droht die Pleite
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
Öllager randvoll
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis
Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Bewegung ist noch sehr schwach, weil der Dollar mit seinem Aufschwung dagegen hält. Die Chance, dass Heizöl spürbar günstiger wird, ist immerhin gegeben. Und auch für einen mittelfristigen Zeithorizont von ein paar Wochen sieht die Lage für Verbraucher freundlich aus. Wenn die Pferde durchhalten, wird der Brennstoff billiger. Aber man hat sie ja schon kotzen sehen, die Pferde. Das sollte man nicht vergessen. So muss die Hoffnung tragen. Die trägt auch den Heizölhandel. Er leidet unter einer lausigen Auftragslage. Händler wünschen sich mehr Leben in der Bude. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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