Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Annäherung der Positionen

Die OPEC lehnt eine Aufstockung der Förderung als Maßnahme gegen steigende Preise ab. Das war gestern. Heute ist die OPEC bereit, über die Forderung der IEA (Internationale Energieagentur), das Ölangebot zu erhöhen, nachzudenken. Das wird kaum nötig sein, denn es gibt genug Öl auf dem Markt. Bester Beweis dafür ist die üppige Vorratslage in den USA. Ausdruck findet sie in einem Preisabschlag von fast zehn Dollar auf Nordseeöl. Wenn Öl knapp wäre, würde es aus Amerika nach Europa verschifft werden. Bei Transportkosten von gut fünf Dollar wäre das ein großartiges Geschäft. Es findet nicht statt. Gestern sank der Ölpreis spürbar. Das wird nicht mit der Kompromissbereitschaft der OPEC in Verbindung gebracht, sondern mit einem unerwartet schlechten Wachstumswert für Großbritannien. Das Land ist mit einem Anteil von 1,9 Prozent am Ölverbrauch zwar nicht der Nabel der Welt. Aber es ist ein Nabel der Finanzindustrie. Und die ist geschockt. Ob dieser Schock über den Tag hinausreicht, muss sich zeigen. In anderen Teilen der Welt gibt es gute Konjunkturzahlen. Das dürfte die Rückkehr zum Business as usual leicht machen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Erwartungen an Welt-Konjunktur
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Winterliches Heizen
Finanzsystem bekommt alle erdenkliche Hilfe
Sinkender Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Negativwachstum in Großbritannien
OPEC denkt über Liefererhöhung nach
China wird Leitzins anheben müssen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Euroraum im Schuldendrama

Unsere Heizölpreise machen einen ordentlichen Satz nach unten. Dieses Mal war nicht der Dollar, sondern die Ölbörse Motor der Bewegung. Der Dollar assistierte im Gleichschritt. Damit kommt Dynamik ins Spiel. Nun dürfen Wetten abgeschlossen werden, ob diese Dynamik anhält. Wir halten dagegen. Der Aufwärtstrend der in Dollar notierten Ölpreise ist intakt. Ein Einbruch würde zwar zur realen Lage am Ölmarkt passen. Nach unserer Einschätzung wird die bullische Haltung der Finanzjongleure aber größere Einbrüche verhindern. Immerhin ist der Januaranstieg der Heizölpreise annulliert. Der Dezemberanstieg könnte auch noch glatt gestellt werden. Mehr erwarten wir nicht. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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