Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Anreisen genügt schon

Ein Präsident kommt aus dem Urlaub und die Ölpreise steigen. Das funktioniert natürlich nicht bei jedem Präsidenten. Beim US-amerikanischen geht das, weil er der Hoffnungsträger ist. Als solcher sah er schon bessere Tage. Immerhin reicht sein Charisma noch, um ein paar Finanzjongleure auf einen Durchbruch bei den total verkorksten Haushaltsverhandlungen einzustimmen. Die müssen spätestens am kommenden Wochenende einen Minimalkonsens gebären, um die USA nicht in die Überschuldung treiben zu lassen. Die wahrscheinlichste Lösung des Problems ist eine erneute Anhebung der Schuldengrenze. Den Geldfluss hat die FED bereits zugesagt. Nun braucht sie nur noch die Erlaubnis, die Liquidität liefern zu dürfen. So wird die in 2008 ausgebrochene Finanzkrise ins fünfte Jahr gehen ohne Chance auf ein Ende. Die Finanzszene lebt ganz gut mit dieser Krise, wie nicht zuletzt am Spiel mit den Ölpreisen deutlich wird. Ihre aktuelle Attacke kommt erwartungsgemäß. Damit das nicht so verrucht wirkt, wurden gestern ein paar Fakten aus dem physischen Ölmarkt kommuniziert. In Libyen und dem Irak gibt es Stress mit Teilen der Bevölkerung, die ein paar Öllieferungen blockieren. Das klingt übel. Ist es aber nicht, weil das Angebot ohnehin zu hoch ist. Außerdem sinkt die Nachfrage bei wichtigen Verbrauchern. Beispielsweise erreichte der Novemberkonsum der USA ein 17-Jahres-Tief.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Hoffen auf Einigung zur US-Fiskalklippe
Iranische Armee übt in der Straße von Hormus
Kurden und Libyer blockieren Öllieferungen
Kälte in den USA und Asien
Geringe Heizölbestände in den USA
Geldvermehrung durch Notenbanken
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC produziert über Quote
Liefermengen aus der Nordsee sollen steigen
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen. Ginge es nach den Börsennotierungen, wäre der Anstieg dramatisch. Durch die Abhängigkeit vom Dollar ist er erträglich. Der Versuch der üblichen Verdächtigen, zum Jahresende noch einen schnellen Gewinn mit Ölpapieren zu machen, wird Fortsetzung finden. Wahrscheinlich wird er erfolgreich sein. Bleibt nur zu hoffen, dass die desolate Lage des Geld- und Finanzsystems bald wieder für Ängste in der Finanzszene sorgen wird. Dann würden die aktuellen Gewinne wieder abgegeben werden. Der physische Ölmarkt liefert dazu die nötige Vorraussetzung. Die Heizölpreise sind trotz des jüngsten Anstiegs noch im kaufenswerten Bereich. Wer Heizöl braucht, sollte nicht zögern, dies zu bestellen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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