Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Außer Spesen nichts gewesen

Die Akteure an den Ölbörsen sind nervös aber in keiner Weise pessimistisch oder gar panisch. Ihre Aktionen treiben die Preise schwungvoll auf und ab. Gestern setzten sie ein paar der im Überfluss produzierten Wirtschaftsdaten, deren Erkenntnisgewinn gegen Null tendiert, um. Man nehme drei gute Daten, ein schlechtes Datum und messe einem jeden ein stimmungsabhängiges Gewicht bei. Daraus folgt die Handlungsanweisung. Die lautete „Verkaufen“. Man könnte die Sache natürlich auch wie am Roulett-Tisch oder beim Poker austragen. Damit verlöre sie allerdings den Mythos, eine realistische Abbildung des Ölmarkts zu sein. Gegen Abend wurde den Börsianern eine mehrere Tage dauernde Unterbrechung in einer US-amerikanischen Rohölpipeline zugeworfen. Pawlow hätte seine helle Freude in ihren Reflexen. Sie schalteten umgehend auf „Kaufen“. Rohöl haben die USA nun wirklich im Überfluss. Versorgungsleute sind wahrscheinlich froh über die Unterbrechung. Ihre Lager operieren seit Jahren am oberen Limit. Alles in allem war wieder ordentlich Leben an der Börse. Das sieht man den Preisen, die schließlich so gut wie unverändert blieben, nicht an. Die Goldmänner (Goldman & Sachs) haben sich übrigens auch mal wieder zu Wort gemeldet. Sie setzen ihre Preisprognose für 2013 herab und die für 2014 herauf. Nun läuft sie auf langfristig seitwärts bis schwach fallend hinaus. Ihr Wort hat großes Gewicht in der Szene. Man könnte sagen, ihr Wort ist der Ölpreis.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung der Notenbanken
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
Spekulationen über iranische Attacken gegen Ölwege

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Hohe US-Rohölbestände
OPEC produziert über Quote
Ölangebot hoch
Chinas Wachstum wird langsamer
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise wirkten gestern wie eingefroren. Aber sie bewegten sich doch, ein ganz klein wenig. Spannende Preisänderungen sind derzeit kaum zu erwarten. Alle Einflussfaktoren scheinen positioniert zu sein. Der Preis wird zwischen guten und schlechten Impulsgebern gehalten. Wie uninspiriert die Lage momentan ist, zeigt die stillhaltend wirkende Prognose von Goldman & Sachs. Dem habe ich aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen. Eine Spekulation mit einer klaren Idee von Preisrückgang lässt sich derzeit nicht darstellen. Die Strategie kann daher nur lauten, immer einen Freiraum im Tank lassen, um einen unerwartet auftretenden Preisabgang mitnehmen zu können. Dabei darf die Grundversorgung natürlich nicht vergessen werden. Das heißt, kaufen Sie, bevor der Tank leer ist. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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