Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Auch Europas Politiker zocken

Wenn Entscheidungen nicht getroffen, sondern vertagt werden, dann nicht deshalb, weil die Lösungen schlecht vorbereitet sind, sondern weil immer noch für Interessengruppen gehandelt wird. Griechenland braucht mehr Geld als zuletzt angenommen wurde. Mehr als das Doppelte soll die Rettung des griechischen Staatshaushaltes bis 2020 kosten, vielleicht sogar fast viermal so viel, wie noch vor kurzem versprochen. Sage und schreibe über 400 Milliarden Euro könnten die Politiker in Griechenland brauchen, so das Ergebnis der Troika. Da wirkt es schon unheimlich, wenn der deutsche Finanzminister immer noch an der Lösung festhält, den EFSF zu einer Kreditausfallversicherung zu machen, um auf ein Finanzvolumen von etwas mehr als 1000 Milliarden zu kommen. Das sollte die Summe sein, die die Euro-Zone vor der Finanzbranche rettet und gleichzeitig die Summe, um im Notfall genau diese Finanzbranche ihrerseits zu retten. Aber wenn schon das kleine Griechenland 400 Milliarden braucht, wie soll es dann auch noch für größere Euro-Staaten reichen? Kann eine Kreditausfallversicherung Sicherheit und Stabilität in die Staatschuldenkrise bringen? Ein Hilfsmittel, das in verfeinerter Form die Immobilienkrise 2007/2008 verursachte? Dies alles erkauft Zeit, aber aus der Sicht der Bürger, die nicht zocken, vergeuden die Politiker damit Zeit. Das Problem steckt viel tiefer. Es ist das Problem der Geldschöpfung. Geld entsteht durch die Kreditvergabe der Banken. Das bedeutet, dass jeder Geldschein, ein Schuldschein ist. Staatsschulden zurückfahren bedeutet also, Geld zurückgeben und damit Wachstum verringern. Der Schuldenschnitt Griechenlands bedeutet, Geld zu verbrennen. Wenn dieser Teufelskreis nicht durchbrochen wird, gehen die Politiker einem Paradoxon auf dem Leim – Wirtschaftswachstum, trotz Geldmengenverringerung. Aber weil Europas Spitzenpolitiker darauf setzen, immer mehr Geld ins Casino zu tragen, leiden die Bürger unter einer verheimlichten Inflation.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Geldspritze für Europas Banken
Keine schlechten Konjunkturdaten in den USA
Gute Konjunkturdaten aus Europa
Aufstockung des EFSF
US-Bestandsdaten
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Griechenland vor Pleite
US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Weltmarkt gut mit Öl versorgt

Unsere Heizölpreise zogen an. Heute Morgen ziehen sie weiter an. Damit folgen sie den Ölnotierungen. Bis zum nächsten EU-Gipfel am Mittwoch bleibt die Spannung erhalten. Zumindest dies haben wurde in Brüssel erreicht. Um trotzdem günstige Einkaufsgelegenheiten aufzuspüren, kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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