Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Aufgeschobener Sanktionsbeschluss drückt Ölpreis

In Libyen kommt der Wiederaufbau der Ölproduktion rascher voran als erwartet. Dadurch entspannt sich die Angebotslage in Europa spürbar. Die in der ersten Novemberhälfte virulente Gefahr stark steigender Preise und ihrer Rückkehr zum langfristigen Aufwärtstrend wurde gedämpft. Durch die Sanktionsbemühungen gegen den Iran, die unter anderem eine Einstellung der Öleinkäufe vorsehen, steigt das Preisrisiko erneut. Gestern konnten sich die EU-Außenminister allerdings noch nicht auf eine harte Gangart einigen. Das tat den Preisen in Europa gut. Sie sanken. In den USA sieht die Lage anders aus. Durch die neue Situation des Landes als Ölexporteur - in den letzten 62 Jahren waren die USA Ölimporteur - wurde der Rohölpreis WTI (West Texas Intermediate) erheblich in die Höhe getrieben. Er ist auf dem Weg, den Anschluss an das Weltmarktniveau zurückzuerobern. In der kurz- und mittelfristigen Betrachtung konnten die Preise in Summe ihren Seitwärtstrend bisher verteidigen. Langfristig droht nach wie vor ein Aufwärtstrend. Je zweifelhafter eine positive Entwicklung der globalen Konjunktur ist, umso größer ist die Chance, dass der Aufwärtstrend ausbleibt. Es gibt zwar jede Menge Daten zur Konjunkturentwicklung. Klarheit über die Zukunft schaffen die aber keineswegs. So bleibt die Preisprognose ein Lotteriespiel.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sanktionen gegen den Iran
Zentralbanken sorgen für entspannten Geldumlauf
Konjunkturaussichten der USA freundlicher
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
EU droht zu zerbrechen
Negative Konjunkturerwartungen in Europa
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen den Ölnotierungen. Der Dollar verfälscht den direkten Bezug zur Londoner Ölbörse derzeit nicht. Das europäische Schuldendrama hatte gestern eine Pause eingelegt. Es kann jederzeit wieder zu ungunsten des Verbrauchers ausbrechen. Durch den gestrigen Rückgang hat der Heizölpreis den kurzfristigen Aufwärtstrend nach unten verlassen. Damit keimt ein wenig Hoffnung für bessere Preise auf. Die Gesamtlage bleibt allerdings angespannt. Sie ist mehr denn je politischen Unwägbarkeiten ausgesetzt. Ein möglicher Weg preiswert zu heizen, ist die Spekulation auf billigeren Brennstoff. Sie ist ein Lotteriespiel. Deshalb sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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