Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Aufwärts nicht bestätigt

Es hat so kommen müssen. Nachdem die OPEC ihre Entscheidung zur künftigen Ausstoßpolitik im Stil des delphischen Orakels verkündete, suchen die Märkte eine Haltung zur neuen Lage. Innerhalb kurzer Zeit bewegten und drehten sich die Preise recht deutlich hin und her. Das Chartbild ergab am Freitagmorgen eine hohe Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse. Doch im Handelsverlauf gewannen die Preisdrücker die Oberhand. Nach wie vor ist zwar keine klare Tendenz zu erkennen. Momentan aber sind fallende Kurse in dem Gewusel dominant.

Der Vollzug der OPEC-Entscheidung führt zweifelsfrei zu einer deutlichen Reduktion der aktuellen Liefermengen. Insofern ist eine preistreibende Komponente angelegt. Da der Vollzug aber erst am 1. Juni beginnen soll und da ungeklärt ist, wie hoch die Quotendisziplin der OPEC-Mitgliedsstaaten ist, bekommen die Märkte preisdrückende Argumente an die Hand.

Verstärkt wird der Druck auf die Preise durch die Lage im Irak. Amerikanischen Verlautbarungen zur Folge nehmen die großen Ölfelder im Norden des Landes, von denen allein Kirkuk eine Kapazität von 1,2 Mio. Barrel pro Tag hat, in spätestens zwei Wochen die Förderung wieder auch. Die Anlagen dieser Felder sind zwar alt, aber unversehrt. Sie wurden im Krieg ordnungsgemäß heruntergefahren. Anders sieht es im Süden des Landes aus. Dort wurden die Ölanlagen teilweise zerstört. Dennoch wird mit ihnen bereits wieder produziert. Die Mengen sind allerdings dürftig und werden zunächst kaum Einfluss auf die Weltmärkte haben.

Die Märkte werden sicher noch ein paar Tage an der Preisrichtung feilen. Heute Morgen steht Fallen auf dem Plan. Die Tonne Gasöl kostet zur Stunde 220,75$. Der Preis liegt deutlich unter der Handelsspanne vom Freitag.

Unsere Heizölpreise geben ebenfalls nach. Wenn die Tendenz am Weltmarkt anhält, sollte der Rückgang im Tagesverlauf sogar recht deutlich ausfallen. Daher meinen wir, dass sich jetzt eine vorsichtige Spekulation auf weiter fallende Kurse lohnen könnte. Dazu sollte man die Entwicklung aber eng beobachten, um bei gegenläufiger Richtung schnell reagieren zu können.

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