Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Aufwärtsdynamik geringer

Gestern verlor die Aufwärtsdynamik der letzten Tage ihre Kraft. Rohöl verteuerte sich nur unwesentlich. Damit keimt Hoffnung auf, dass der fundamental unbegründete Aufschwung einem Ende zugeht.

Die Nachrichtenlage bietet keine Fakten, die in der Lage wären dem Preisgeschehen eine solide Vorgabe zu geben. Etwas preistreibender Einfluss bleibt durch die Terrorattacken in Riad erhalten. Befürchtungen, dass der weltweite Terror die führende Rolle Saudi Arabiens als Öllieferant nachhaltig schädigen könnte, sind gering. Irgend eine Raffinerie in den USA hat mal wieder Probleme unter der die Benzinversorgung leiden könnte. Auch das schafft marginalen Auftrieb.

Preisdrückend ist weiterhin das Wetter. Stimmen aus der OPEC, die für eine Erhöhung der Liefermengen plädieren, und die Ankündigung Mexikos, die Ölproduktion bis 2006 auf 4 Mio. Barrel pro Tag zu steigern, wirken ebenfalls preisdämpfend. Mexiko produziert heute ca. 3,4 Mio. Barrel pro Tag.

Einen bedeutenden Anteil an der Preisbildung haben die Nachrichten derzeit nicht. In den internationalen Kommentaren setzt man sich mehr mit der Rolle der Fonds auf die Preisbildung auseinander als mit Angebot und Nachfrage im Ölmarkt. Die Handlungsweise des großen Geldes am Ölmarkt erweist sich als die wahre Kraft der Preisbewegung. Und die ist bullisch. So erklärt sich auch, warum der Ölpreis trotz einer fundamental guten Lage auf dem aktuellen Niveau verharrt. Dort sollte er eigentlich nicht mehr sein. Aber die Fonds halten ihn mit ihrer Kaufkraft dort fest.

Wie man in den letzten Monaten mehrfach beobachten konnte, kann durch minderwertige Auslöser starke Bewegung ins Spiel kommen. Dadurch ergeben sich u.U. gute Kaufgelegenheiten. Es sieht so aus, als warteten derzeit viele Heizölkäufer auf so einen Auslöser.

Während der Ölpreis seinen Aufwärtsdrang reduziert nimmt der Dollar wieder Fahrt nach oben auf. Damit steht weiterhin die Möglichkeit eines Patts zwischen beiden Bewegungen im Raum.

Der Gasölpreis bietet heute Morgen wieder Faulheit. Er hat sich an der 260$-Markte festgebissen. Die Tonne kostet aktuell 261$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern etwas nach. Wir vermuten, dass sie das obere Ende einer seitwärts gerichteten Preisbewegung erreicht hatten. Insgesamt befinden sich die Preise in einer langweiligen Zone. Für größere Einkäufe sind die unattraktiv. Für notwendige Käufe wegen leergefahrener Tanks sind sie noch akzeptabel. Da wir den kurzfristigen großen Preiseinbruch nicht sehen, raten wir Verbrauchern mit leeren Tanks umgehend zum Kauf. Sparen Sie sich den Mehrpreis für eine Notbelieferung. Der ist höher als das kaum vorhandene kurzfristige Einsparpotential aus der übergeordneten Preisbewegung.

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