Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Aufwärtstrend ausgereizt?

Noch halten sehr tiefe Temperaturen im Norden der USA den Aufwärtstrend auf Kurs. Charttechniker glauben allerdings, dass die Luft nach oben mittlerweile sehr dünn geworden ist. Eine Gegenreaktion wäre angebracht. Das US-Energieministerium schätzt den Durchschnittspreis für das erste Quartal auf 55 Dollar pro Barrel ein. Somit wäre ein Rückgang in der Tat fällig. Prognosen des Ministeriums genießen kein hohes Vertrauen in Fachkreisen. Der Dollar verlor gestern etwas an Wert. Der kurzfristige Seitwärtstrend bleibt davon unberührt. Devisenhändler blicken erwartungsvoll auf die morgen anstehende Zinsentscheidung der EZB.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Tiefe Temperaturen in den USA
Robuste US-Wirtschaft
US-Nachfrage leicht gestiegen
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
Saudi Arabien kündigt höhere Kurzungen an
USA und China erhöhen strategische Reserven
Charttechnik: kurzfristiger Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: IEA prognostiziert tieferen Preis
OPEC produziert über eigenem Grenzwert
OPEC unfähig zur Preisregulierung
Iran gibt sich gesprächsbereit im Atomstreit
Winter bisher ausgefallen
Heizölverkäufe drastisch gesunken
Markt überversorgt

Unsere Heizölpreise steigen nur noch schwach. Es gibt Anzeichen, dass sich der Aufwärtstrend seinem Ende nähert. Die heute erwarteten US-Bestandsdaten können die Situation neu gestalten. Eine Preisvorhersage mit brauchbarem Vertrauensgehalt gibt es derzeit nicht. Die Binnennachfrage ist sehr gering. Die Kaufbedingungen sind schlechter als vor drei Wochen aber besser als vor einem Jahr.

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