Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Aufwärtstrend zeigt Zähne

Die Hoffnung, dass sich analog zu den Vorjahren ein kräftiger Preisrückgang entwickelt, hat einen Dämpfer bekommen. Der überwunden geglaubte Aufwärtstrend zeigte gestern Zähne. Nach wie vor gilt er als intakt. Neben charttechnischen Motiven lassen sich entsprechende Impulse aus den schlechten US-Vorratszahlen für Heizöl vom Mittwoch und der miserablen Raffinerieverfügbarkeit ableiten. Für einen ordentlichen Preisabgang wäre ein milder Winter hilfreich. Eine Einschätzung über die Stärke des Winters wird aber frühestens zum Jahreswechsel vorliegen. Daher ist eine Abwärtsbewegung der Preise derzeit eine unzuverlässige Erscheinung. Der Dollar verlor gestern nach schwachen US-Konjunkturdaten an Wert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst weiter stark
Raffinerieprobleme in den USA
US-Heizölbestände überzeugen nicht
OPEC erhöhte Quoten ungenügend
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikanwahrscheinlichkeit sinkt
US-Konjunktur zeigt Schwäche
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
US-Rohöllager gut gefüllt
US-Benzinmarkt entspannt

Unsere Heizölpreise ziehen an. Die erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen größeren Preisrückgang muss aktuell zurückgeschraubt werden. Das ist keine generelle Absage an tiefere Heizölpreise. Z.Z. ist es lediglich ein Aufschub, der allerdings weit in den Winter hineinreichen könnte. Ein Preisrückgang wird deutlich vom Winterwetter abhängen. Die Nachfrage nach Heizöl im Binnenmarkt ist nach wie vor unterdurchschnittlich. Auf Grund der extrem hohen Durchschnittstemperatur der letzten 12 Monate war der Heizölverbrauch um rund 50 Prozent geringer als in einem Normaljahr.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen