Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Aufwärtstrend

Ohne neue Themen absolvierten die Märkte gestern ihre Handelsstunden. Sie behielten die Bewegungen vom Vortag bei. Öl wurde erneut teurer. Der Dollar verlor an Wert gegenüber dem Euro.

Die Sitzungen mussten allerdings nicht ohne Nachrichten auskommen. Aus Nigeria wird eine Verschärfung der Streiklage gemeldet. Die Treibstoffpreise stiegen in den letzten Tagen dramatisch an. Das näherte Gerüchte, nach denen die Ölindustrie bald gezwungen sein könnte, die Produktion einzustellen. Nigeria fiele dann ähnlich wie Ende letzten Jahres Venezuela als Lieferant aus. Diese Spekulation ließ die Notierungen gegen Ende des Handels in New York kräftig steigen.

Streiks und Unruhen in Venezuela waren neben den Spannungen, die zum Irakkrieg führten, ab Dezember letzten Jahres maßgeblich für den steilen Anstieg der Ölpreise bis zum März verantwortlich. Die Ursache für die Unruhen ist in beiden Ländern ähnlich. Die Bevölkerungen werfen den politischen Führungen Korruption und Unfähigkeit vor, die wirtschaftliche Lage des jeweiligen Landes zu verbessern. In beiden Ländern ging und geht es zunächst darum, die Präsidenten von der Macht zu entfernen. Beide Präsidenten kleben fest an ihren Stühlen. Sowohl Venezuela als auch Nigeria sind reicht an Öl. Doch der Reichtum konnte bis heute nicht dem Wohl ihrer Völker dienen. Die Wirtschaften der Länder stehen kurz vor dem Kollaps.

Für die weltweite Ölindustrie wäre ein Stopp der Lieferungen aus Nigeria bitter. Anders als die fehlenden Mengen aus dem Irak, auf die man sich inzwischen eingestellt hat, würden sie ein Loch in die Versorgung reißen. Ein Andauern der Unruhen wird daher den Aufwärtstrend der Ölpreise festigen.

Aus den USA kommen Nachrichten, nach denen sich der Tropensturm Bill abschwächt. Eine Schließung der Raffinerien scheint nicht erforderlich zu sein. Die Meldung konnte sich gegen die Nigeriastimmung aber nicht durchsetzen.

Der Dollar bewegte sich gestern weiter gen Süden. Analysten glauben allerdings nicht daran, dass sich diese Bewegung lange fortsetzt. Sie sehen die US-Ökonomie weniger schwach als die Euro-Ökonomie. Das sollte Ausdruck in einer starken Dollarentwicklung finden.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis deutlich an. Mit 236,50$ pro Tonne steht er zur Stunde unwesentlich höher als gestern Morgen. Er verlor im ersten Teil des gestrigen Handelstages an Wert. Den holte und holt er nun wieder auf.

Unsere Heizölpreise legten gestern Abend zu. Heute Morgen setzen sie die Bewegung fort. Die Teuerung verläuft moderat, da der fallende Dollar einmal mehr für Kompensation sorgt. Einen richtigen Schub wird unser Heizölpreis erfahren, wenn der Dollar wieder zum Aufwärtstrend zurückfindet. Die Chancen, dass sowohl Öl als auch die Währung teurer werden, scheinen hoch zu sein. Daher ist es ratsam, das aktuelle Niveau der Heizölpreise noch zum Kauf zu nutzen.

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