Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Ausbruch fehlgeschlagen

Der Preisanstieg vom Montag war ein Versuch der Spekulanten, einen neuen Aufwärtstrend zu starten. Er ist fehlgeschlagen. Die fundamentalen Daten bieten nicht genug Stoff, um die bullische Stimmung aufrecht zu erhalten. Gestern gab es eine heftige Gegenreaktion auf die Vortagsbewegung. Ein kleiner Ausverkauf ist in solchen Fällen durchaus typisch. Spekulanten sehen sich plötzlich auf der falschen Seite und flüchten aus ihren Positionen. Damit hat die erwartete Seitwärtsbewegung weiterhin eine Chance auf Fortbestand. Es ist allerdings erkennbar, dass jede sich bietende Möglichkeit von Spekulanten genutzt wird, die Preise in die Höhe zu treiben. Der Dollar zeigte gestern mangels Wirtschaftsdaten wenig Bewegung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Rebellen kündigen weitere Ausfälle in Nigeria an
Raffinerieprobleme in den USA
Atomstreit mit dem Iran und Sanktionen
Terrorgefahren in Saudi Arabien
Negative Hurrikanprognosen für die USA
EIA erhöht Nachfrageprognose

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Bärische US-Bestandsdaten erwartet
Total nimmt Ölfeld im Kongo wieder in Betrieb
US-Rohölnachfrage sinkt
Irak hat größere Reserven als bisher angenommen
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juni reaktivieren
Saudi Arabien will Kapazität bis 2009 deutlich steigern

Unsere Heizölpreise geben wieder nach. Damit bleibt der Seitwärtstrend erhalten. Nach unserer Einschätzung ist ein Fortbestand über die kommenden Wochen wahrscheinlich. Die Gefahr für einen von Spekulanten verursachen Preisanstieg ist allerdings hoch. Die Binnennachfrage ist nach wie vor nicht vorhanden. Die Handelsmargen sind es auch nicht. Das macht Heizöl etwas billiger als dies in einer normalen Marktphase der Fall wäre.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen