Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Ausbruchsversuch der Ölnotierungen

Am Montag schossen die Ölnotierungen über die obere Grenze ihres seit Mai gültigen Seitwärtstrends hinaus. Gestern setzten sie ein wenig nach. Formal kann der Trend damit als gebrochen angesehen werden. Der erste Sprung über die Grenze ist als Reaktion auf positive Wirtschaftsdaten in den USA interpretierbar. Er ist ein Abbild des Geschehens an der Aktienbörse. Die gestrige Fortsetzung der Bewegung steht im Widerspruch zu weiteren Konjunkturzahlen und zu den Aktiennotierungen. Die drehten wieder abwärts. Weder von der US-Wirtschaft noch von der Ölnachfrage ist derzeit so etwas wie Aufbruch zu erwarten. Das sollte Ölpreise und Aktiennotierungen kurz halten. Ihre Trends sollten allenfalls seitwärts verlaufen. Die Tatsache, dass sie den Weg nach oben suchen und, wie es aussieht, auch finden, weist einmal mehr darauf hin, dass Finanzjongleure ihre Vorstellungen von Geldwirtschaft über das reale Marktgeschehen stellen. Mindestens im gegenüber dem Aktienmarkt kleineren Ölmarkt droht ein Erfolg. Dollarnotierungen verhalten sich wie derzeit üblich konträr zum Öl- und Aktiengeschehen. Sie sanken.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Unternehmensnachrichten und EU-Konjunkturzahlen
Spekulation auf harte Hurrikansaison
Schwacher Dollar

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten
Hohe US-Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise stiegen gestern weiter aufwärts. Wieder kam der starke Impuls von den Ölbörsen. Die schwache Dämpfung brachte der Devisenmarkt ein. Der Trend der Heizölpreise liegt noch solide in einer Seitwärtsbewegung. Die Hoffnung, dass diese nach unten geöffnet wird, dass Heizöl also nennenswert billiger wird, muss auf unabsehbare Zeit ad acta gelegt werden. Bis zur oberen Grenze des Seitwärtstrends gibt es reichlich Luft. Daher sehen wir derzeit auch keine Gefahr für explodierende Preise. Sie sollten im Mittel für eine 3000-Liter-Lieferung noch über einen längeren Zeitraum zwischen 65 und 70 Cent pro Liter liegen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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