Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Ausfälle in Nigeria nehmen zu

Die Nachrichtenlage ist unverändert. Neue Ereignisse mit Einfluss auf den Ölmarkt gibt es nicht. Die bekannten Themen müssen als Begründung für die Preisbewegung herhalten. Gestern waren das die Ausweitung der Unruhen in Nigeria mit der Folge weiterer Förderausfälle und Probleme an einer großen US-Raffinerie, deren Wiederinbetriebnahme nach abgeschlossenen Wartungsarbeiten noch nicht gelungen ist. Außerdem liegt der Atomstreit mit dem Iran als offenes Thema in der Luft. Keinen Einfluss hatte bisher die negative Entwicklung in den Beziehungen zwischen der EU und Russland. Der Ölbörse ist nun mal eine amerikanische Sichtweise zu eigen. Der Dollar tendiert wieder gegen seinen Abwärtstrend. Angesichts akzeptabler Konjunkturdaten aus den USA ist ein erneuter Durchbruch nach unter aber eher unwahrscheinlich.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Unruhen bedingen weitere Förderausfälle in NigeriaRaffinerieprobleme und Benzinknappheit in den USAForce Majeure der Total im KongoAtomstreit mit dem Iran und SanktionenTerrorgefahren in Saudi ArabienNegative Hurrikanprognosen für die USAEIA erhöht Nachfrageprognose

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Rohölnachfrage sinktIrak hat größere Reserven als bisher angenommenNeue Ölfunde in LibyenNigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juni reaktivierenSaudi Arabien will Kapazität bis 2009 deutlich steigern

Unsere Heizölpreise halten Kurs in seitlicher Richtung. Das gelingt allerdings nur, weil die Inlandsmargen auf Grund des schlechten Geschäfts enorm gedrückt werden. Sobald die Nachfrage anzieht, dürften die Margen sprunghaft steigen. Das wird den Preisen ein Plus von drei, teilweise sogar von sechs Prozent bringen. Den Einfluss vom Weltmarkt sehen wir weiterhin als neutral an.

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