Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Ausgeglichene Preise

Ruhig ging es an den Märkten gestern nicht zu. Die Preise zeigten eine Spanne, die auf emotionalen Handel schließen lässt. Rohöl wurde um rund einen Dollar bewegt. Am Ende blieb es aber bei den Einstiegskursen des Tages. Nachrichten, die das Prädikat neu verdient hätten, gab es nicht.

Nach längerer Zeit musste der Irak mal wieder als Tagesthema herhalten. Dort geht der Aufbau schlecht voran. Was während des Tages geschaffen wird, läuft große Gefahr, in der Nacht geklaut oder zerstört zu werden. Die USA bekommen den Mopp nicht in den Griff. Obwohl dieser Umstand noch Emotionen wecken kann, hat er seinen nachhaltigen Einfluss auf die Preisbildung verloren. Der Irak ist für die Ölversorgung auf unabsehbare Zeit unbedeutend. Die großen Mineralölgesellschaften Exxon, bp, Shell u.a. werden sich erst im Land engagieren, wenn eine irakische Regierung fest im Sattel sitzt. Einen Zeitrahmen hierfür will momentan keine Gesellschaft nennen.

Die Preise zeigen sich unterdessen relativ ausgewogen. Der Preis für den Korb aus OPEC-Öl liegt aktuell bei 26,34$ pro Barrel. In der letzten Woche stand er bereits einmal unter 26$. Damit liegt er im oberen Mittelfeld der von der OPEC gewünschten Spanne zwischen 22$ und 28$. An den Futures-Märkten wird Nordseeöl Brent mit 26,89$ und WTI (West Texas Intermediate) mit 29,18$ gehandelt. Die Preisunterschiede sind u.a. auf die unterschiedlichen Qualitäten der Ölsorten zurückzuführen.

Das allgemeine Preisniveau ist für europäische Verbraucher gut. Es wird durch den schwachen Dollar nach unten korrigiert. Die Entwicklung des Dollarkurses verläuft aber seit gut einer Woche stetig aufwärts. Wenn die Währung auf dem Weg zu alter Stärke sein sollte, was die Charttechnik annehmen lässt, wird sie Öl hierzulande in der nächsten Zeit verteuern.

Heute Morgen gibt der Gasölpreis ein wenig nach. Mit 230,25$ pro Tonne befindet er sich am unteren Rand der gestrigen Handelsspanne.

Unsere Heizölpreise bleiben eher unbewegt. Zu gering sind die großen Vorgaben des Vortags, um daraus eine klare Richtung generieren zu können. Insbesondere im Hinblick auf die Erwartung eines steigenden Dollars, raten wir weiterhin zum Kauf von Heizöl auf dem aktuellen Preisniveau. Es ist liegt immer noch nahe dem 12-Monats-Tief.

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