Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Ausgereizt?

Gewinnmitnahmen drücken den Ölpreis. Nur die knappe Benzinversorgung der USA verhindert einen Ausverkauf. Ein starker Dollar hält das Preisniveau in Europa konstant.

Fundamental ist der Markt von Unsicherheit in einigen wichtigen Lieferländern geprägt. Aber kurz vor einer erwarteten Veränderung auf dem US-Benzinmarkt tritt das Thema für die Preisbildung nicht mehr in Erscheinung. Irak, Nigeria und Venezuela sind in ihrer Bedeutung abgewertet. Die US-Benzinversorgung dominiert die Handelsaktivitäten. Die lassen kurzfristig zwar noch Preis-Exesse nach oben als möglich erscheinen. Aber mittelfristig sollten die Preise fallen. Man erwartet nach dem 1. September, dem traditionellen Ende der amerikanischen Fahrsaison, eine deutliche Entspannung auf dem Benzinmarkt. Aktuell hat dieser Markt noch unter ungeplanten Raffinerieabschaltungen zu leiden, die teilweise auf den folgenschweren Stromausfall zurückgehen.

Ein möglicher Grund für einen erneuten Preisschub scheint uns erspart zu bleiben. Der Hurrikan Ignacio wird nach derzeitiger Erkenntnis nicht die US-Küste erreichen. Er tobt seine zerstörerische Kraft auf der mexikanischen Halbinsel Baja California aus.

Charttechnisch befindet sich Rohöl immer noch in einem Aufwärtstrend. Aber momentan sieht es so aus, als sollte sein Preis das letzte Hoch nicht mehr überwinden. Das wäre ein Zeichen für eine anstehende Preiswende.

Der Stimmungswandel an den Märkten ist derzeit spürbar. Wie leicht er sich durch Terror und Unruhen in einem der unsicheren Länder aus dem Gleichgewicht bringen lässt, muss sich in der nächsten Zeit zeigen. Nicht zuletzt die Entwicklung an den Aktienmärkten deutet aber auf mehr Zuversicht hin. Vor diesem Hintergrund bauen Fonds ihre die Engagements im Öl weiter ab. Das ist gut für den Ölpreis.

Da der Dollar einen sehr starken Aufwärtstrend ausgebildet hat, wird die Entspannung hierzulande allerdings kaum Wirkung zeigen.

Heute Morgen gibt der Gasölpreis nach. Er muss die gestrige Preisbewegung nachholen, da in London wegen eines Feiertags nicht gehandelt wurde. Zur Stunde kostet die Tonne 247$.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Sie sind zwischen einem nachgebenden Ölpreis und einem steigenden Dollar eingeklemmt. Wir meinen, dass diese Zwangslage weiter anhalten wird. Stärkere Wellenbewegungen sind wahrscheinlich, wenn kurzfristige Preisänderungen beider Einflussfaktoren zufällig in die gleiche Richtung zeigen. Wer kurzfristig Heizöl braucht, sollte auf solche Konstellationen achten. Dazu muss der Markt unter ständiger Beobachtung bleiben. Unser PreisAlarm lässt sich hierbei hilfreich einsetzen.

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