Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Ausgeruht

Keine neuen Nachrichten und ein geringes Handelsinteresse ließen die Preisbewegungen an den Weltmärkten gestern zur Ruhe kommen. Nach dem Kursfeuerwerk des Vortags zeigten sich die Händler abwartend. Erste Schätzungen für die heute Nachmittag zur Veröffentlichungen anstehenden US-Vorratsdaten deuten ebenfalls auf weinig Phantasie für den weiteren Handelverlauf hin. Es werden nur geringe Bestandsveränderungen erwartet.

Der Markt könnte also als ausgeglichen interpretiert werden. Die Vorräte konnten sich aber bis heute nicht von einem überdurchschnittlich tiefen Niveau absetzen. Nicht zuletzt dadurch bleibt eine preistreibende Grundstimmung an den Märkten erhalten. Der fundamental und charttechnisch begründete leichte Aufwärtstrend wird durch einen oder mehrere ruhige Handelstage nicht in Frage gestellt.

Vieles deutet darauf hin, dass zumindest während der typischen Kaufsaison für Heizöl keine nennenswerte Verbilligung des Brennstoffs zu erwarten ist. Damit wäre der Tiefstpreis Anfang Mai erreicht gewesen. Das Kaufinteresse war im April und Mai überdurchschnittlich hoch. Viele Verbraucher haben die Gelegenheit zu günstigen Einkäufen erkannt und wahrgenommen. Die große Nachfrage von Privathaushalten wird aber vermutlich erst im Hochsommer einsetzen, da immer noch die Meinung besteht, Heizöl im Sommer günstiger kaufen zu können als im Winter.

Es gibt keine Grundlage für diesen Irrglauben. Der Ölpreis hängt von vielen Faktoren ab, die wenig kalkulierbar sind. Die gut vorhersagbaren Sommer- Wintereinflüsse können im Gegensatz zu Politik, Umweltkatastrophen, Terror, u.v.a. in der Produktion geplant werden. Damit lassen sich jahrezeitbedingte Verknappungen oder Überangebote leicht vermeiden. Andere Verwerfungen, die jederzeit auftreten können, führen aber sehr wohl zu einem Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage und zu deutlichen Preisverschiebungen.

Tiefstpreise für Heizöl waren in 2000 im Januar, in 2001 im Dezember, in 2002 im Januar und in 2003 vermutlich im Mai erreicht. Höchstpreise gab es in 2000 im September, in 2001 im September, in 2002 im September und in 2003 vermutlich im März.

Heute Morgen geht es ruhig weiter. Der Gasölpreis schließt kaum verändert an die gestrigen Preise an. Die Tonne kostet zur Stunde 234$.

Unsere Heizölpreise bleiben ebenfalls unbewegt. Sie stehen rund 4% über dem Jahrestief vom Mai. Damit ist Heizöl weiterhin billig. Wir bleiben bei der Empfehlung, jetzt zu kaufen. Mit verlängerten Lieferzeiten muss momentan gerechnet werden, da viele Verbraucher die Chance zum günstigen Einkauf wahrnehmen.

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