Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Banken beginnen mit Rückzahlung

Gestern machten die Ölnotierungen zum Monats- und Quartalsende einige Sprünge. Zunächst kletterten sie hinauf, um später noch stärker zu fallen, um erneut etwas anzuziehen. Das wohl eher technisch begründete Auf und Ab ist nicht unnatürlich. Um Monats- und Quartalsberichte zu klären, tauchen solche Schwankungen immer wieder auf. An den Aktienmärkten nennt man dies „Window Dressing“. Einige kleinere US-Banken zahlen bereits Teile der Finanzhilfen zurück. Die britische Bank Barclays meldete für das Jahr 2009 eine bisher gute Geschäftsentwicklung. Darin werden erneut gute Anzeichen gesehen, dass die Finanzkrise bald überwunden ist. Auch das in London stattfindende G20-Treffen wird als Hoffnungsträger empfunden. Es werden neue Lösungen und ein abgestimmtes Vorgehen der Regierungen erwartet. Dennoch wirkt sich die Finanzkrise immer mehr auch auf die reale Wirtschaft aus. Die deutschen Arbeitslosenzahlen waren im März gestiegen. Dies überraschte sogar den Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise. Alles käme aber noch schlimmer, wenn sich viele Unternehmen nicht in die Kurzarbeit flüchteten. Eine Erholung wird erst 2010 erwartet. Mit der weiter schlecht laufenden realen Wirtschaft steigt die Wahrscheinlichkeit für einen fallenden Ölpreis. Der Dollar scheint heute die Verluste von gestern wieder wettmachen zu wollen. Er profitiert von der guten Stimmung zum G20-Treffen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gelddruckprogramm der USA
Rallye an den Aktienmärkten
OPEC Exporte gefallen
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft
Erholung am US-Häusermarkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC verzichtet auf weitere Kürzung
Weltweite Nachfrage sinkt
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben weiter leicht nach. Auch im Inland ist die Wahrscheinlichkeit einer seitwärts gerichteten Preisbewegung wahrscheinlicher als ein erneutes Anziehen. Letztlich könnte ein Feuerwerk an den Aktienmärkten, ausgelöst durch gute Meldungen vom G20-Treffen, diese Hoffnung konterkarieren. Der Handel hat noch immer gut zu tun. Ein bundesweiter Trend verflüchtigt sich aber immer mehr. Die Entwicklung der Lieferzeiten ist uneinheitlich. Der letzte große Preisanstieg relativiert sich zusehends. Die Preise sind bereits wieder besser als zuletzt. Um automatisiert informiert zu sein, raten wir zur Verwendung unseres Preisalarms.

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