Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Banken mischen sich ein

Ist das wirklich hilfreich? Oder welche Ziele verfolgen die zehn größten US-Banken, wenn sie dem Präsidenten und dem Kongress eine Frist bis zum Wochenende setzen? Im US-Schuldenstreit hat sich der Sprecher der Republikaner John Boehner blamiert. Sein Vorschlag zur Abwendung der Zahlungsunfähigkeit scheiterte bereits an den eigenen Leuten. Die Republikaner zeigen sich in einer desolaten Verfassung. Die Tea-Party-Bewegung innerhalb der Republikanischen Partei scheint am Drücker zu sein. Sie fordert, dass keine weiteren Schulden mehr gemacht werden und keine Steuern mehr erhöht werden, manchmal auch etwas dazwischen. So klar ist das leider nicht. Eigentlich ist die Forderung, dass die jeweilige Regierung mit dem Geld auskommen soll, das ihnen zur Verfügung steht, eine Forderung, die auch hierzulande Anklang findet. Leider sind weite Teile der Tea-Party-Bewegung fundamentalistisch und ideologisch versteift. Die US-Banken, allen voran die Goldjungen von Goldman Sachs, schrieben nun beiden Konfliktparteien ins Stammbuch, sich doch bitte bis zum Wochenende zu einigen und malten die schlimmsten Szenarien im Falle eines Scheiterns aus. Klar ist, dass die Finanziers der politischen Parteien dafür sorgen sollten, dass ihr Wohlstand nicht gefährdet wird. Aber haben die Goldjungen wirklich einen guten Ruf bei fundamentalistischen Republikanern? Sind nicht auch bei ihnen die geldgierigen Spekulanten verbrämt? Ist es Selbstüberschätzung oder ein Trick, weil die Goldjungen schon auf den Niedergang des Dollars gewettet haben? Wie dem auch sei. Gestern wurde weiter munter eine Lösung des US-Schuldenstreits vorweggenommen. Obwohl die USA angeblich vor dem Staatsbankrott stehen, stieg der Dollar gegenüber dem Euro. Auch die Ölnotierungen stiegen leicht an. In einer Gesamtschau muss Obama notfalls doch über den 14. Zusatzartikel der Verfassung durch einen Erlass handeln. Eine Lösung der US-Schuldenkrise ist immer noch wahrscheinlicher als der selbstgewählte Untergang.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Wirtschaft wächst stärker als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Höhere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Saudis wollen mehr Geld für ihr Öl
Unruhen in der arabischen Welt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft nicht wunschgemäß
Geringe Benzinnachfrage in den USA
Insgesamt hohe US-Bestände
Freigabe von strategischen Ölreserven
Saudi Arabien hat zuviel Öl im Angebot
Nigeria hat zuviel Öl in Angebot
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise zogen leicht an. Die Gegenbewegung zur Dollar-Krise hat schon begonnen. Das US-Schuldenproblem wird gelöst, weil es gelöst werden muss. Danach stehen die nächsten Euroländer im Krisenfokus. Bereits jetzt baut sich ein verstärkter Druck auf spanische und italienische Anleihen auf. Verläuft dieser Prozess wirklich so, dann haben wir in den nächsten Wochen höhere Heizölpreise zu erwarten. Stürzen sich die USA tatsächlich selbst, dann sind definitiv günstigere Heizölpreise die Folge. Man sollte die Heizölpreise eng verfolgen, um einen freundlichen Kaufmoment aufzuspüren. Dabei kann unser Preisalarm hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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