Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Baustein zum Krieg

Krieg oder Frieden? Diese Frage erscheint immer absurder, angesichts der Fakten die die USA vor den Toren des Iraks schaffen. Und sie bekommen endlich was sie wollen. Einen Grund. Noch ist er schwach. Aber die Zeit wird ihn sicher zu einem starken Argument heranreifen lassen.

Was soll der Ölpreis da anderes machen, als zu steigen? Gestern hielt er sich sogar noch zurück. Es hätte schlimmer kommen können und es wird vermutlich schlimmer kommen. Denn die Nähe zum Krieg wird immer spürbarer. Nervosität und Preisauftrieb erreichen neue Höhen. Preisausschläge werden heftiger und neue Tops lassen sich bereits erahnen.

Zu allem Überfluss wird der Markt durch weitere Umstände zur Verunsicherung getrieben. In Venezuelas Hauptstadt hat das Militär die Polizei entwaffnet. Wer will nach dieser Meldung noch glauben, dass bald wieder Ruhe im Land einkehrt und die Ölproduktion hochgefahren werden kann? An der Entscheidung der OPEC, die Liefermengen um 1,5 Mio. Barrel pro Tag zu erhöhen, wird Kritik laut. Zu wenig lautet sie. Unsere erste Einschätzung, dass der Markt die Zahl eher sorgenvoll quittieren wird, scheint richtig zu sein.

Wir sehen weiterhin einen sowohl fundamental als auch technisch aufwärtsstrebenden Preischart. Den Gang nach oben scheint er momentan sogar ohne Übertreibung zu vollziehen. Dafür spricht auch der Preis für Gasöl heute Morgen. Die Tonne kostet 269$. Das liegt an der oberen Grenze der gestrigen Handelsspanne.

Unser Heizpreis wird sich weiter erheben. Er hat etwas Nachholbedarf zum Weltmarktniveau. Ob er die Lücke schließt, hängt von der Nachfrage ab. Und die ist z.Z. äußerst gering. Es sieht so aus, als hätten sich die Verbraucher bereits ihre Winterlager angelegt. Sehr voll dürften die allerdings nicht sein. Wir erwarten eine Nachfragewelle, sobald sich der Rauch der Zeit etwas gelegt hat.

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