Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Begehrlichkeiten

Die Idee klingt nicht ganz schlecht. Der Preis für das Barrel Rohöl soll zwischen 22 und 28 $ liegen. Wenn er diesen Korridor verlässt wird die OPEC intervenieren. Im oberen Fall heißt das, sie wird täglich 0,5 Mio. Barrel mehr Öl in den Markt pumpen. Nun ist der Preis über die obere Begrenzung gelaufen, aber niemand in der OPEC unternimmt Anstrengungen, die Liefermengen zu erhöhen. Zur Ehrenrettung des Kartells muss man allerdings sagen, dass bisher nur das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI (West Texas Intermediate) aus dem Rahmen gepurzelt sind. Der Korbpreis für OPEC-Öl schrammt am oberen Ende. Warten wir also ab, ob aus der Organisation in den nächsten Tagen ein Zeichen der Entspannung kommt.

Unterdessen macht der Preisrausch eine Pause. Gestern standen die Zeichen auf Entspannung. Insbesondere sorgte die Entwicklung der Ölbestände in den USA für diese preissenkende Lockerung der Emotionen. Nun droht aber gerade von dieser Seite wieder neues Übel. Der Sturm Isidore, der sich den US-Versorgungseinrichtungen am Golf von Mexiko nähert, wird voraussichtlich dafür sorgen, dass diese kurzzeitig außer Betrieb genommen werden müssen. Damit würde dem ohnehin knapp versorgten Markt weiteres Öl entzogen. Die Bestandsmeldungen der nächsten Woche werden es zeigen.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis wieder leicht an. Mit 247,75$ pro Tonne befindet er sich aber noch unter dem gestrigen Top.

Unser Heizölpreis macht sich ebenfalls wieder auf seinen Weg nach oben. Aber auch hier gibt es nur einen kleinen Schritt. Er bleibt unter dem Dienstagshoch. Wir erwarten bis zum Wochenende keine exorbitanten Bewegungen mehr. Das gilt natürlich nur, wenn die Politik nicht wieder mal ausflippt.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen