Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Bemüht aber erfolglos

Aktuelle Nachfrageprognosen lassen keinen Anstieg der Ölpreise zu. Die OPEC bemüht sich zwar, durch eine restriktive Angebotspolitik dagegen zu halten. Das klappt aber nicht, da die Realität der Kürzungen immer hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das heißt nicht, dass nichts geschieht. Liefermengen wurden erheblich reduziert. Deutlich über zehn Prozent dürften es bisher sein. Demgegenüber steht ein weltweiter Nachfragerückgang von knapp 1,5 Prozent. Dennoch steigen die Pegel in den Vorratstanks immer weiter an. Die US-Rohöllager stehen kurz vorm Überlaufen. Forderungen und Ankündigungen aus OPEC-Kreisen, die Mengen noch weiter zu reduzieren, machen zwar Sinn. Wenn diese aber aus Venezuela kommen, sind sie unglaubwürdig und lächerlich. Das Land hat bisher so gut wie gar nicht gekürzt. Es produziert sogar 15 Prozent über der Quote. Auf der anderen Seite der Bemühungen steht die US-Regierung. Ihr Bestreben, die Wirtschaft und damit die Nachfrage wieder anzukurbeln, ist unzweifelhaft vorhanden. Aber wie im Fall der OPEC werden auch hier die Erwartungen nicht erfüllt. So gibt es keinen Grund, in näher Zukunft einen nachhaltigen Preisanstieg vorherzusehen. Nahe liegender wäre ein Preisrückgang. Real ist die Seitwärtsbewegung der Preise. Diese liegt auch für den Dollar vor. Der gilt zwar als sicherer Hafen für liquide Mittel und zieht deshalb mangels aussichtsreicher Anlagemöglichkeiten Geld an, das zu Kurssteiferungen führt. Andererseits ist die Gefahr groß, dass die USA die Notenpresse anwerfen und damit für eine Abwertung ihrer Währung sorgen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
OPEC Kürzungen
Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise bleiben fest im Seitwärtstrend. Gestern zogen sie ein wenig an. Heute dürften sie wieder nachgeben. Der Kaufrausch im Binnenmarkt ist überwunden. Die Nachfrage bleibt dennoch relativ hoch, weil der Winter ungewöhnlich kalt ist. Deshalb wird weit mehr Heizöl verbrannt als in den Vorjahren. Manchem Verbraucher wird dieser Umstand erst klar, wenn er vor seinem leeren Tank steht. Wer sich gegen diese Überraschung schützen will, könnte einen

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