Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Bemerkenswert

Ein schockierender Rückgang der Rohölvorräte treibt die Preise in die Höhe. Das ist logisch. So traf es gestern aber nicht ein. Der Bestandsrückgang war durchaus schockierend. Die Preise bewegten sich aber nur zeitweise in Rahmen der Logik. Am Ende standen sie da, wo sie bei Eröffnung der Nachricht auch standen. Damit liegt die Vermutung nahe, dass das Aufwärtspotential erschöpft ist.

Die überraschenden Daten von API (American Petroleum Institute) und DOE (Department of Energy) lesen sich wie folgt: Rohöl ? 8,9 bzw. ?6,4 Mio. Barrel zur Vorwoche. Heizöl und Diesel +2,7 bzw. +1,0 Mio. Barrel zu Vorwoche. Benzin +5,1 bzw. +3,4 Mio. Barrel zur Vorwoche. In Summe ergibt sich damit ein Bestandsabbau von 1,1 bzw. 2,0 Mio. Barrel zur Vorwoche.

Die Importzahlen für Rohöl und Heizöl sind rückläufig. Rohölimporte sind geringer als vor einem Jahr.

Der 36-Monats-Chart der Rohölvorräte (siehe Charts Lagerbestände) sieht nicht mehr gut aus. Deutlich geringer waren die Bestände lediglich im September 2002 und im Februar 2003. Der Rohölpreis befand sich, wenn man die Kriegszulage im März herausrechnet, zu beiden Zeitpunkten auf dem Niveau des aktuellen Preises. Die Heizöltanks sind momentan um rund 5% voller als vor einem Jahr.

So gesehen sollte das Aufwärtspotential der Weltmarktpreise in der Tat aufgebraucht sein. Allenfalls könnte man ihnen noch etwas Auftrieb auf Grund des extrem schwachen Dollars zugestehen.

Wir meinten gestern, dass wir heute nach der Veröffentlichung der Vorratsdaten schlauer bezüglich der weiteren Preisbewegung sind. Das sind wir leider nicht. Nach wie vor zeigt die Charttechnik allerhand Widersprüchliches. So bleibt zunächst nur die Erkenntnis, dass für echte Trendbewegungen keine Grundlage vorliegt und daher mit seitwärts verlaufenden Preisen zu rechnen ist.

Da die Fachwelt von einem anhaltend schwachen Dollar ausgeht, ist für die europäischen Endverbraucherpreise ein leichter Abwärtsdruck zu erwarten.

Gasöl verbilligt sich heute Morgen. Die Tonne kostet zur Stunde 262,50$.

Unsere Heizölpreise gaben gestern etwas nach. Trotz beeindruckender Lagerdaten aus den USA gibt es keine starken Argumente für nennenswerte Preisänderungen. So bleiben wir weiter bei unserer Meinung, dass die Preise für dringend erforderliche Käufe gut sind. Einen besonderen Anreiz, den Tank nun frühzeitig zu füllen, bieten sie aber nicht. Achtung: Unsere Lieferzeiten können sich in Einzelfällen auf Grund der bevorstehenden Festtage und der damit verbundenen fehlenden Werktage deutlich verlängern.

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