Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Berauschter Abwärtstrend

Der Abwärtstrend der Ölpreise nimmt an Fahrt zu. Charttechnisch wäre eine Gegenreaktion längst überfällig. Aber die freundlichen fundamentalen Umstände bieten keinen Anlass zur Umkehr. Die Entspannung steigt. Keine Hurrikane, positive Signale im Atomstreit mit dem Iran, leichte Herabstufung des Nachfragewachstums durch die IEA (Internationale Energie Agentur), unveränderte Ausstoßpolitik der OPEC trotz Überversorgung, u.a.. Negative Nachrichten werden demnächst vermutlich dennoch aus OPEC-Kreisen kommen. Bei anhaltendem Preisrückgang wird von einigen Vertretern ein Reduzierung der Fördermengen gefordert. Der Dollar hat in den letzten Tagen an Stärke gewonnen. Ein neues Rekordhandelsbilanzdefizit der USA wird als Indiz für die Robustheit der Konjunktur gewertet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Streik soll Nigerias Ölförderung für 3 Tage lahm legen (schwach)
Hurrikansorgen in den USA (schwach)
Atomstreit mit dem Iran (schwach)
Instabile Lage im Irak (schwach)
Chinas Nachfrage soll mindestens 10% zum Vorjahr wachsen
Weltweites Nachfragewachstum stetig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikanprognose gesenkt
Sanktionen gegen den Iran sehr unwahrscheinlich
OPEC hält Quoten trotz leichter Überversorgung
Großer Ölfund in den USA
IEA senkt Nachfrageprognose
Gute Vorratslage der OECD-Länder
BP wird Alaska-Pipeline bald wieder zu 100% betreiben
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise sinken. Der Abstand zu den rasant fallenden Weltmarktpreisen wird allerdings größer. Die Inlandsversorgung ist problematisch. Bei anhaltend hoher Nachfrage steigt die Gefahr von Lieferengpässen weiter an. Mineralölgesellschaften stellen nicht genügend Ware bereit. Dadurch wird ein stärkerer Preisrückgang verhindert. Dennoch, die Preisentwicklung ist positiv. Wer jetzt Ware ordert, muss viel Geduld bis zur Lieferung mitbringen.

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