Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Bernanke stellt klar

Die Ölpreise können weiter steigen. Das war für Spekulanten die Kernbotschaft einer Rede von Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank (FED). Denn Bernanke stellte klar, dass es der US-Wirtschaft zwar nicht gut gehe, dass es aber auf keinen Fall zu einer Rezession kommen werde. Dagegen werde die FED gegebenenfalls weitere Maßnahmen einleiten. In der zweiten Jahreshälfte könne die Wirtschaft sogar wieder wachsen. Und dann war da noch die Prognose, dass die Ölnachfrage sinken werde. Das wäre ein bärisches Zeichen. Aber der bullische Spekulant ist schlau. Für ihn ist klar, dass die OPEC in diesem Fall die Mengen kürzen wird. So macht er aus bärisch bullisch. Der Dollar verlor an Wert. Die Bewegung verlief im Rahmen des Seitwärtstrends.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Rezession soll es laut FED nicht geben
Chavez reduziert Lieferungen an ExxonMobil
Starker Produktionsausfall in Nigeria
Stimulus-Programm von US-Regierung und FED
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Nachfrage wird in 2008 sinken
US-Konjunktur wankt
US-Bestände steigen
US-Regierung will Ölkonsum senken
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf

Unsere Heizölpreise sind wieder ganz oben. Sie werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit neue Höhen erreichen. Die Lage hat sich innerhalb einer Woche komplett von ansatzweise bärisch auf bullisch gedreht. Wesentliche Ursache war die Zerstreuung der Rezessionsängste in den USA. Ob diese in den nächsten Wochen erneut auftreten werden oder ob sie nun überwunden sind, bleibt die offene Frage. Sie wird nicht zuletzt über die Heizölpreise in Deutschland entscheiden.

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