Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Beruhigung nach Preissprüngen

Im Börsenjargon wird das, was sich in den letzten Tagen abspielte, ?Rallye? genannt. Sie bescherte den Märkten einen Preisanstieg von 6,3% beim Rohöl. Nun ist es Zeit für eine Gegenreaktion. Sie wird in diesem Fall als ?technisch? bezeichnet. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass die eingeschlagene Preisrichtung als vorherrschend und stabil angesehen wird, dass man den Preisanstieg aber für zu rasch vollzogen hält.

Der preistreibende Einfluss steht seit gestern nicht mehr allein da. Neben dem amerikanischen Kriegsgetrommel ist nun auch der starke Rückgang der US Rohölvorräte zum Thema geworden. Allerdings wird er in seiner Ursache der Kriegsvorbereitung zugeordnet. Das Öl soll in die strategischen Lager überführt worden sein. Damit wäre de facto doch nur der Kriegsdrang als Grund für steigende Preise zu nennen.

Auf der preisdrückenden Seite steht weiterhin der Zwang der OPEC zur Erhöhung der Förderquoten auf Grund von Forderungen aus den eigenen Reihen. Dieser Umstand führt derzeit ein jämmerliches Dasein ohne spürbaren Einfluss auf das Geschehen.

So wird der Rückgang des Gasölpreises heute Morgen auch kaum einem von der OPEC ausgelösten Preisdruck zugeschrieben. Vielmehr fällt das in die Rubrik ?technische Gegenreaktion?. In Rotterdam bezahlt man zur Stunde 216,25$ pro Tonne. Das ist etwas weniger als gestern Abend.

Unser Heizölpreis geht ebenfalls kaum nennenswert zurück. Vielleicht wird bis zum Wochenende noch etwas mehr daraus. Ingesamt muss aber mit steigenden Preisen gerechnet werden. Die lange stabile Seitwärtsbewegung mit einer Mittellinie um 0,325 EUR pro Liter ist in einen echten Aufwärtstrend übergegangen.

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