Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Besser als der Weltmarkt

In der letzten Woche wurde am internationalen Markt praktisch nur nach dem US-Wetter gehandelt. Dabei legten die Preise einen Tanz auf hohem Niveau hin, ohne am Ende viel zu gewinnen. Von neuen Höchstständen nach dem Irakkrieg setzen sich die Preise zu Wochenbeginn deutlich nach unten ab.

Geringe US-Rohölvorräte und Temperaturen bis zu 15 Grad unter Normal untermauerten den weiterhin soliden Aufwärtstrend am Weltmarkt. Gute Heizöl-, Benzin- und Erdgasvorräte lassen allerdings Zweifel aufkommen, ob seine fundamentale Basis Substanz hat. Solange die Temperaturen tief sind, bleiben diese Zweifel im Hintergrund. Bei steigenden Temperaturen sollten sie für Korrekturen der hochgelaufenen Preise sorgen. Und weniger kalte Temperaturen werden nun vorhergesagt.

Die OPEC sieht sich Vorwürfen ausgesetzt, ungenügend auf die Preisentwicklung zu reagieren. Verbal verteidigt sie die Preise mit der Dollarschwäche. Die Mitgliedsstaaten sind über den Ausgleich zum Kaufkraftverlust nicht unzufrieden. Dabei gehen die Vorwürfe eigentlich ins Leere, da im Kartell deutlich über den Quoten gefördert wird. Nun gibt es Signale aus Saudi Arabien, dass man weiterhin und unabhängig von der Dollarschwäche einen mittleren Preis von 25$ anstrebt. Derzeit kostet OPEC-Öl knapp 31$.

Die seit Monaten im Ölmarkt sehr aktiven Fonds blieben bisher bei ihrer bullischen Haltung. Eine deutliche Abkehr wird es vermutlich auch in der letzten Woche nicht gegeben haben. Das Aufwärtspotential wird nach einem möglichen temperaturbedingten Preisrückgang um geschätzte zwei Dollar zunächst erhalten bleiben.

Für europäische Verbraucher stellt sich die Lage seit Monaten anders dar, da der Dollarkurs die gesamte Aufwärtsbewegung am Weltmarkt kompensiert hat. Dabei zeigen die Preise hierzulande eine bemerkenswerte Stabilität. Meistens wurde der steigende Ölpreis von einem fallenden Dollar begleitet. In Ausnahmefällen wie heute Morgen ist es umgekehrt. In Summe ist dabei ein absolut erträglicher Heizölpreis herausgekommen.

Gasöl verbilligt sich heute Morgen deutlich. Die Tonne kostet 276$.

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen der kurzfristigen Bewegung am Weltmarkt. Die mittelfristige Seitwärtsbewegung heimischen Heizöls zeigt sich sehr stabil. Bemerkenswert ist, dass die Preisspitzen dieser Bewegung sogar einem Abwärtstrend folgen. Wir rechnen in den nächsten Tagen mit leicht fallenden Preisen. Am unteren Rand des Preisbandes ist für uns die Schwelle zum Kauf eines Jahresbedarfs. Um einen Halbjahresbedarf zu ordern, sind die Preise jeder Zeit gut.

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