Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Bestandsrückgang gestoppt

Die US-Bestandsmeldungen fielen freundlicher als erwartet aus. Insbesondere das kritisch beobachtete Heizöl zeigte nach 10-wöchigem Rückgang erstmals wieder ein Plus zur Vorwoche. Ein Preisrückgang konnte aber nicht eingeleitet werden. Stark gefallene Gasvorräte verstimmten die Märkte kurz nach dem positiven Impuls durch die Ölmeldungen und sorgten für leicht steigende Preise. Der Dollar setzt seine Talfahrt fort.

In dieser Jahreszeit dominiert der Wärmemarkt die Preisbildung. Einen nennenswerten Anteil am aktuellen Preisniveau hat die knappe Vorratslage bei US-Heizöl. Die Tanks sind leer wie kaum zuvor. Mit Spannung wird daher Woche für Woche auf die Entwicklung der Vorräte geschaut. Solange ein Zeichen für steigende Vorräte ausbleibt, besteht die Gefahr, dass die Preise in unermessliche Höhen abdriften. Gestern gab es nun endlich das positive Zeichen. Allerdings bleibt das reale Niveau weiterhin bedenklich tief. Für eine Entwarnung bezüglich der Preisentwicklung ist es noch zu früh.

Immerhin, die Preise machten sich nach Bekanntgabe der Daten auf den Weg nach unten. Doch als die für den Wärmemarkt noch wichtigeren Zahlen über die Gasvorräte herauskamen, wurde er unterbrochen. Ein unerwartet starker Rückgang zeigt, dass es weiterhin kritisch um die Wärmeversorgung in den USA steht. 56% aller Haushalte hängen am Gas. Lediglich 8% aller Häuser werden vom Öl warm gehalten.

Die aktuellen Ölvorräte lesen sich nach DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) wie folgt:

Rohöl: +0,1 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,2 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: +1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,8 Mio. Barrel (API)
Benzin: +1,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,9 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Bestandsaufbau von 2,9 bzw. 5,9 Mio. Barrel. Die Importe sind gegenüber der Vorwoche gesunken. Die Raffinerieverfügbarkeit ist zufriedenstellend.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Gesamtvorräte gleich. Die Heizöllager waren allerdings 13% voller als heute. Vor zwei Jahren waren die Bestände etwas höher, vor drei Jahren deutlich höher, vor vier Jahren etwa identisch zum aktuellen Stand. Davor waren sie im November fast durchgängig höher als heute. Das Jahr 2000 brachte die bisher höchsten Heizölpreise hervor. Im November 2000 war der Brennstoff ca. 8% teurer als derzeit. Der Dollar war damals übrigens ca. 35% teurer als heute. Daraus lässt sich ermessen, wie hoch die Preissteigerung ist, die US-Haushalte tragen müssen. Selbst gegenüber dem teuren November 2000 belastet sie ein Aufschlag von annähernd 30%. Es bedarf keiner großen Vorstellungskraft, das hier eine Gefahr für die Konjunkturentwicklung schlummert.

Charttechnisch zeigt sich eine verhaltene Aufwärtstendenz der Preise. Der Ölmarkt wird in den kommenden Tagen weniger dynamisch sein, da an der New Yorker Börse wegen des Erntedanksfestes erst am Montag wieder gehandelt wird.

Der Dollar hat gestern ein neues Rekordtief erreicht. Weitere Tiefststände werden in den kommenden Wochen erwartet.

Der Gasölpreis legt heute Morgen leicht zu. Die Tonne kostet 464,50$.

Unsere Heizölpreise ziehen etwas an. Neben dem Einfluss des Weltmarktes sorgt der beginnende Winter hierzulande für steigende Margen und Preise. Viele Verbraucher haben es nun eilig, Heizöl zu bekommen. Das lässt sich der Handel zu Recht besser bezahlen, als Lieferungen in ruhigen Marktphasen und ohne Zeitdruck. Wer ein wenig plant, bestellt rechtzeitig Heizöl und nimmt längere Lieferzeiten in Kauf. Damit kann der Lieferant ihn in eine günstige Belieferungstour einbauen. Das spart Kosten und ist gut für den Preis. Der Unterschied zu einer schnellen Lieferung ist vergleichbar mit Busfahren im Gegensatz zum Taxifahren, sowohl in der Art als auch im Preis. Bei esyoil gilt das Busprinzip mit entsprechend günstigen Preisen.

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