Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Besteuerung

Berlin braucht Geld. Und im Gegensatz zu Unternehmen kann es sich das per Gesetz beim Bürger beschaffen. Nun schlägt die Regierung also wieder zu. Der einzige Trost, der Ölheizern bei diesem Feldzug gegen die erwerbstätige Bevölkerung bleibt, ist die Tatsache, dass nun endlich die jahrelange Fehlbehandlung von Heizöl gegenüber Erdgas korrigiert wird.

Die Erdgasverkäufer haben es verstanden, sich das Image der umweltfreundlichen Energie zu verschaffen. Geschickt aber gelogen. Inzwischen ist bekannt, dass bei ganzheitlicher Betrachtung der Prozessketten von Erdgas und Heizöl von der Quelle bis zur Verbrennung das Erdgas als etwas schädlicher für die Umwelt einzuschätzen ist als das Heizöl (siehe Beiträge im esyoil special).

Diese Tatsache findet nun Ausdruck in der neuen Besteuerung von Brennstoffen. Danach bleibt die Steuer auf Heizöl unverändert bei 61,35 EUR pro 1000 Liter. Das entspricht 6,05 EUR pro Megawattstunde. Die Steuer auf Erdgas wird auf 5,50 EUR pro Megawattstunde angehoben. Die Änderung ist für Erdgasheizer bitter, denn sie bezahlen bisher 3,50 EUR pro Megawattstunde. Das ist eine Steuersteigerung um 57%. Die letzte Konsequenz mochten die Berliner allerdings doch nicht an den Tag legen. Denn Erdgas behält immer noch einen kleinen unbegründbaren Steuervorteil von 9,1% gegenüber dem Heizöl.

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