Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Billigeres Öl bleibt ein Traum

Die Stimmung am Ölmarkt ist bullisch. Spekulanten steigen zurück in den Ring. Der leichte Preisrückgang am Freitag, scheint ihnen eine willkommene Einladung gewesen zu sein. Heute Morgen sind die Preise schon wieder oben. Wirtschaftsdaten rechtfertigen den Anstieg nicht. Aus den USA und China hört man Enttäuschendes zur Sache. Eine Begründung kann man hingegen aus der Sanktion gegen den Iran sowie über die Fehlmengen aus dem Südsudan und aus Nigeria ableiten. Reedereien und Schiffsversicherer berichten von sinkenden Transporten iranischen Öls. Total verkündet als erste Gesellschaft seinen Ersatz durch saudisches Öl. Der Iran reagierte mit einer inhaltlich unbestimmten Drohung gegen die Nachbarstaaten auf die Meldung. Der verbale Krieg wird zum Gefallen von Spekulanten ausgeweitet. Mehr als die Iranaffäre wird die Zustimmung des griechischen Parlaments zum harten Sparpaket heute Morgen gehandelt. Die Staatspleite scheint abgewendet und der Geldfluss zu den Banken gesichert zu sein. Das Spiel mit dem Geld- und Finanzsystem kann bis auf Weiteres weitergehen. Das bleibt nicht ohne treibende Wirkung auf die Ölpreise aber auch nicht ohne drückende Wirkung auf den Dollar.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Abwendung der Staatspleite Griechenlands
Iranisches Öl ist ein Politikum
Ausfälle von Lieferungen aus Nigeria und Sudan
Raffinerieprobleme in Europa
Binnenschifffahrt in Deutschland eingeschränkt
Chinas Ölverbrauch erreicht neues Hoch
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Sanktionen gegen den Iran zeigen Wirkung
Chinas Konjunktur wächst langsamer
Schwache Nachfrage der reifen Industrienationen
Irak uns Venezuela wollen mehr Öl auf den Markt bringen
Schwere Schuldenkrise in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise halten inne. Vom Weltmarkt kommen sich neutralisierende Einflüsse der Öl- und Währungsnotierungen. Im Binnenmarkt bleibt die Situation angespannt. Die Wetterlage blockiert mancherorts den Transport zu den Tanklagern. Es gibt eine ungewöhnliche Häufung von Leerständen sowohl in öffentlichen als auch in privaten Tanks. Das stört die Logistik des Heizölhandels. Lieferungen erfordern mehr ungeplante Streckenkilometer. Das macht sie teurer. Die Situation ist im Süden gravierender als im Norden. Die Drosselung der Petroplus-Raffinerie in Ingolstadt verstärkt den Effekt. Der Preisauftrieb aus dem Binnenmarkt wird mit steigenden Temperaturen verschwinden. Bis dahin droht allerdings weiterer Preisauftrieb im globalen Markt. Es gibt wenig Hoffnung für nennenswert tiefere Heizölpreise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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