Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Bipolare Störung

Die Finanzindustrie und die sie begleitende Medienmaschinerie sind augenscheinlich von bipolaren Störungen betroffen. Im Volksmund wird das als manisch depressiv bezeichnet. Die Manie hatte ihren Höhepunkt vor gerade mal einer Woche. Man freute sich über die global gute Wirtschaftslage und überschlug sich mit Lobhudeleien über Länder wie China und Deutschland. Dieser Zustand hinterließ deutliche Spuren an den Börsen. Unter anderem wurden die Ölpreise im Widerspruch zu den realen Marktgegebenheiten hochgejubelt. In dieser Woche verfiel die Szene in tiefe Depression. Sie demontiert mittlerweile sogar das verheißungsvolle Bild Chinas als Fels in tosender Wirtschaftsbrandung. Natürlich wurden die Ölpreise wieder mit durch die Gefühlswelt geschleppt. Sie brachen ein. Die Finanzszene ist ein zäher Patient. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich, dass sie an dieser depressiven Phase zugrunde gehen wird. In Kürze kann sich die Manie wieder durchsetzen und unter anderem Öl verteuern. Auf die Dollarbewertung wirkt die bipolare Störung übrigens reziprok zum Ölpreis.

preistreibende (bullische) Einflüsse: FED gibt der Wirtschaft weiterhin billigstes Geld
Spekulation auf harte Hurrikansaison

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschende US-Wirtschaftsdaten
Sorge um die Weltwirtschaft
Hohe US-Lagerbestände
Ölnachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise gaben spürbar nach. Sie näherten sich, der Ölbörse sei Dank, dem Tief von Ende Juli ein wenig an. Eine deutliche Annäherung wurde vom heftigen Dollaranstieg verhindert. Die Preisbewegungen haben so gut wie keine Verankerung in der Realwirtschaft. Sie sind Ausdruck wechselhafter Börsenstimmungen. Weil das so ist, ist jede Preisvorhersage reine Spekulation. Wir spekulieren, dass der Abgang der Heizölpreise, wenn er sich überhaupt fortsetzen sollte, nicht sehr weit reichen wird. Es wäre aus unserer Sicht bereits ein beachtlicher Bonus für Verbraucher, wenn die Tiefstpreise von Anfang Juli wieder erreicht werden würden. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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