Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Blicke heute auf OPEC gerichtet

Kommt sie oder kommt sie nicht, die Liefererhöhung der OPEC? Diese Frage wird zum preisbestimmenden Faktor stilisiert. Tatsächlich gibt es aktuell keinen Grund für eine Anhebung der Lieferungen. Der Markt ist ausreichend versorgt. Höhere Liefermengen würden weder heute noch morgen etwas an der Versorgung des Endverbrauchers ändern. Engpässe wird es in diesem und im nächsten Winter kaum eben. Engpässe sind aber langfristig zu erwarten. Daher tut die OPEC gut daran, das Öl bis dahin im Boden zu lassen. Auf die Preise wird die heutige Entscheidung nur kurzfristig Einfluss haben. Möglicherweise steigen sie nach dem OPEC-Spruch. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Preise in den kommenden Wochen sinken, ist ungeachtet der heutigen Bewegung hoch, weil sie überteuert sind. Es ist Zeit, diese Überteuerung abzubauen. Der langfristige Aufwärtstrend wird dadurch nicht in Frage gestellt. Der Dollar dreht wieder in Richtung Abwärtstrend. Besondere Gründe werden nicht genannt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
OPEC will Quoten nicht erhöhen
Kaltwetterperiode in US-Heizölregion
Raffinerieprobleme in den USA
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
IEA senkt Verbrauchsprognosen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC-Lieferungen gestiegen

Unsere Heizölpreise entwickeln sich recht erfreulich. Trotz widersprüchlicher Stimmungslage am Weltmarkt geben sie nach. Der Preisanstieg des Novembers ist bereits weitgehend annulliert. Wir rechnen mit einem Fortgang des Rückgangs. Dabei können allerdings Störungen auftreten. Das könnte beispielsweise heute als Folge der OPEC-Entscheidung oder der US-Bestandsdaten der Fall sein.

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