Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Bloß nicht stören

Die OPEC-Runde in Wien traf gestern keine Beschlüsse, die dem Ölmarkt eine Wendung geben könnten. Die Minister üben sich in äußerster Zurückhaltung. Sie meinen auf diese Weise der wirtschaftlichen Erholung am besten dienen zu können. Selbst der Umstand, dass den alten Kürzungsbeschlüssen undisziplinierter gefolgt wird als bisher angenommen, wurde lediglich erwähnt, aber nicht gerügt. So bleibt festzustellen, dass der Markt weiterhin überversorgt ist. Dass die Preise in diesen Tagen dennoch steigen, ist Zeugnis spekulativer Rangeleien institutioneller Anleger. Sie arbeiten sich gerade an der Gegenbewegung zum vorausgegangenen Preisrückgang ab. Die Obama-Regierung ist bemüht, die ausufernde Spekulation in den Griff zu bekommen. Das wird ein längerer Kampf werden, an dessen Ende aber immerhin ein bescheidener Erfolg stehen könnte. Heute droht weiteres preisliches Ungemach. Die US-Bestandsdaten stehen an. In der Nacht wurde ein erster Teil dieser Daten veröffentlicht. Der weist einen gravierenden Rückgang in den Rohöllagern aus. Auch wenn das für die Versorgung angesichts historisch voller Tanks unerheblich ist, besteht die Gefahr, dass Spekulanten daraus eine kleine Preisrallye machen. Der Dollar bildet weiterhin die Opposition zur Ölpreisbewegung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Sinkender Dollar
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
Hurrikansaison in den USA
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA prognostizieren Verbrauchsrückgang
Weltbank sieht Weltwirtschaft schrumpfen
Überproduktion von Rohöl
Öllager randvoll

Unsere Heizölpreise steigen. Derzeit ist ihr Aufwärtsdrang allerdings begrenzt. Mit einer starken Steigerung rechnen wir nicht. Das mittlere Preisniveau der nächsten Monate sollte einigermaßen konstant bleiben. Ausschläge nach unten und nach oben werden mehr oder weniger attraktive Preise bescheren. Wer kurzfristig Heizöl benötigt, sollte nicht zögern zu kaufen. Wer auf ausreichend Brennstoff sitzt, kann bessere Momente abwarten. Die sollten sich im weiteren Verlauf des Jahres finden lassen. Wenn Sie die Entwicklung verfolgen möchten, ohne ständig das Internet zu konsultieren, sollten Sie unseren Preisalarm ausprobieren. Der bedient Sie per Email, natürlich kostenlos.

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