Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Bocklose Bullen

Die Börsenstimmung ist geläutert. Der Drang zu immer höheren Preisen ist abgerissen. Eine Korrektur liegt in der Luft. Diese kann kurzfristig freundlichere Preise bringen. Den langfristigen Aufwärtstrend wird sie nicht gefährden. Spekulanten haben den Markt nicht verlassen. Sie sind lediglich in Warteposition gegangen. Das wurde gestern deutlich, als die Preise nach einer Pipelineexplosion in den USA erneut in die Höhe schnellten. Der Schaden erwies sich als nicht gravierend. Die Preise fielen zurück auf das Vortagstief. Der Dollar setzt die Gegenreaktion zum Abwärtstrend fort. US-Konjunkturdaten blieben gestern einflusslos.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kaltwetterprognose für US-Heizölregion
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
Raffinerieprobleme in den USA
Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
USA verschärfen Sanktionen gegen den Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC-Lieferungen gestiegen
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
IEA senkt Verbrauchsprognosen
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Die Bewegung hat sich zu einem vergleichsweise starken Rückgang im Jahresverlauf entwickelt. Da der Trend fest aufwärts verlief, bedarf es derzeit wenig, um ein solches Prädikat zu erhalten. Einen großen Sprung stellt der Preisrückgang dennoch nicht dar. Er wird notwendige Käufe ein wenig versüßen und für anstehende Käufe Hoffnungsschimmer auf niedrigere Preise sein. Vorsicht ist bei der Spekulation auf einen großen Preisrückgang geboten. Die fallende Preisbewegung kann jederzeit drehen, da die langfristige Stimmung aufwärts gerichtet ist.

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