Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Bullen bekommen weiterhin Geld

Die Ölpreise sind auf dem höchsten Stand seit der Finanzkrise, genauer gesagt seit ihrem Einbruch vor drei Jahren. Denn die Finanzkrise war kein Ereignis in der Vergangenheit. Sie ist ein Ereignis aus der Vergangenheit, das eine Gegenwart und eine Zukunft hat. Das Ölpreisniveau bietet Finanzjongleuren Anlass, über Gründe für eine weitere Steigerung zu sinnieren. Man zweifelt am zuvor postulierten Mehrbedarf der US-Amerikaner, weil Wirtschaftsdaten einen zu schwachen Anstieg aufweisen. Man befürchtet, dass die hohen Ölpreise die Nachfrage dämpfen werden. Man weiß nicht, ob die Angebotsseite tatsächlich unter dem angenommenen Stress steht. Man weiß nicht, ob in der arabischen Welt weitere Angebotsmengen ausbleiben könnten. Man hat keinen sicheren Hinweis, der Knappheit in einem überschaubaren Zeithorizont erwarten lässt. Man weiß nur, dass das Angebot eines Tages nicht die postulierte Nachfrage decken wird. Ob und wann die entsprechende Nachfrage eintritt, weiß man nicht. Man ist allerdings sehr zufrieden mit der Fortführung der Nullzinspolitik durch die US-Notenbank. Diese Politik ist ein wirklich starkes bullisches Argument. Also werden die Ölpreise weiter steigen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Nullzinspolitik der FED
Chinas Ölkonsum wächst
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Reduzierte Wachstumsprognosen
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Insgesamt hohe US-Bestände
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Diese Aussage steht nun schon seit Tagen. Einen wirklichen Preiseinbruch können wir aber nicht anzeigen. Im Wesentlichen neutralisieren sich die Preisbewegungen an den Öl- und Devisenbörsen gegenseitig. Durch den derzeit stark fallenden Dollar gibt es ein minimales Übergewicht der preisdrückenden Seite. Angesicht der politischen Hilfen für den desolaten Finanzzirkus sind Hoffnungen auf einen baldigen Absturz der Heizölpreise unangebracht. Mehr als minimale Preisrückgänge erwarten wir nicht. Über plötzliche Preisanstiege würden wir uns andererseits nicht wundern. Sicherer als auf fallende Preise zu setzen, ist es, positive Ergebnisse durch die Senkung des Energieverbrauchs zu erzielen. So kann das beispielsweise zuhause geschehen.

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