Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Bullen erzwingen Kurswechsel

Der Markt dreht weiter. Die Ölpreise schaffen die Pirouette. Der Preisrückgang des Vortags wurde gestern annulliert. Spekulanten ließen sich dabei auf gute Konjunkturdaten aus den USA ein. Dort erwarten sie eine weitere Erholung der Wirtschaft. Von Europa erwarten sie diesbezüglich weniger. Sie sehen die Sparzwänge als Wirtschaftsbremse an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Finanzszene über die USA hermacht, und deren Staatsverschuldung zum Problem erklärt. Ganz so hektisch wie in Europa wird die politische Reaktion dann nicht ausfallen, weil die Beziehungen zwischen Washington und Wall Street eng sind. Im Zweifel stimmt man sich ab. Dass das, was die Finanzjongleure wahrnehmen, wahr ist, ist alles andere als sicher. Die Arbeitslosenstatistiken sprechen eine andere Sprache als die Wachstumszahlen. Sie lassen nicht die USA, sondern Deutschland gut aussehen. Die Weigerung, grundlegende Änderungen an den in die Jahre gekommenen Wirtschaftsmodellen durchzuführen, lässt ahnen, dass starke Wachstumsimpulse ausbleiben werden. Wenn alles im alten Sinn gut geht, wird die vorkrisliche Konjunkturhöhe zwischen 2013 und 2015 erreicht werden. Steigende Ölnotierungen und Aktienkurse sind dabei durchaus möglich. Sie werden aber mehr denn je Schimären der Finanzindustrie sein. Kurzfristig haben diese Schimären Erfolg. Der Dollar quittiert das mit Verlusten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Positive Konjunkturdaten
Nachfrage steigt moderat
IEA, EIA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Sorge um Stabilität des Finanzsystems
Schwache Konjunkturdaten aus China
Hohe US-Lagerbestände
Nachfrage der OECD-Länder schwach
OPEC liefert zuviel Öl

Unsere Heizölpreise werden zum abermaligen Richtungswechsel gezwungen. Nicht abwärts, sondern aufwärts lautet die Vorgabe nun wieder. Diese Vorgabe ist äußerst labil. Ihre längerfristige Tragfähigkeit ist nicht gegeben. Leider heißt das nicht, dass sich das in den Heizölpreisen widerspiegelt. Das Problem existiert nun schon seit über einem Jahr. Die Preise repräsentieren in keiner Weise das Marktgeschehen. Sie rückten in den letzten Wochen nur näher ran. Deshalb fielen sie. Unser Gefühl für das Finanzgeschehen sagt uns heute Morgen, dass sich die Szene fängt. Damit wächst die Gefahr für steigende Preise. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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