Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Bullen flippen aus

Vor einem Monat war die Ölversorgung die gleiche wie heute. Sie war und ist mehr als auskömmlich. Vor einem Monat waren die Konjunkturaussichten annähernd die gleichen wie heute. Sie waren und sind schwächlich. Binnen eines Monats stieg der in Dollar notierte Rohölpreis um 20 Prozent. In Euro notiert stieg er um 23 Prozent. Der in Dollar notierte Gasölpreis, die Basis für Heizöl, stieg um 14 Prozent. In Euro notiert stieg er um 17 Prozent. Der durchschnittliche Heizölpreis in Deutschland stieg um 11 Prozent. Was ist in diesem einen Monat geschehen? Deutschland versprach Geld für die Rettung europäischer Banken und den Euro zu zahlen. Die US-Notenbank deutete an, ebenfalls locker mit Geld umgehen zu wollen. Die USA, Europa und Israel erklärten einen kalten Krieg gegen den Iran. Der Iran nahm die Erklärung an. Beide Parteien lassen es nun gepflegt krachen. In Syrien kracht es vollkommen ungepflegt. Das dritte Quartal ist angebrochen. Traditionell wird nun mehr Öl nachgefragt als im zweiten Quartal. Das sind die Fakten, aus denen Finanzjongleure Ölpreise machen. Sie machen sie mit großem bullischen Enthusiasmus.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen der FED möglich
Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Kalter Krieg mit dem Iran wird wärmer
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturaussichten
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in Europa

Unsere Heizölpreise steigen in bemerkenswerter Weise. Sie nähern sich rasant dem letzten Jahreshoch. Die Vorgaben kommen vom Weltmarkt und hier insbesondere von den Ölbörsen. Dort flippen die Bullen aus. Sie können noch eine Menge Luft nach oben erobern. Die Rohölpreise haben im letzten Monat erst die halbe Strecke bis zu ihren Jahreshochs zurückgelegt. Es besteht kaum ein Zweifel, dass die Heizölpreise in Kürze neue Jahresspitzenwerte markieren werden. Hoffnung macht nur der konjunkturabwürgende Charakter der Ereignisse. Bis der zu einer Richtungsumkehr führt, kann Heizöl allerdings über einen Euro pro Liter bei 3000 Liter Liefermenge kosten. Nicht zuletzt deshalb sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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