Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Bullen noch nicht erlegt

Am Ende einer Woche sinkender Preise wurde die Bewegung mit einem 2,5%igen Tagesanstieg der Rohölpreise gestoppt. Zur Überraschung vieler Marktteilnehmer konnten sich die Bären nicht endgültig durchsetzen. Die Meinungen für den weiteren Verlauf könnten geteilter kaum sein.

Vor allen Dingen die OPEC treibt vielen Händlern eine eindeutige Positionierung für fallende Preise aus. Der Präsident des Kartells Abdullah al-Attiyah äußert sich wenig diplomatisch zur weiteren Intention seiner Ölstaaten. Man beobachte die Lage genau und man wisse, dass sich die Lager trotz des Winters weiter aufbauen werden. Man werde am 4. Dezember in Wien die nächsten Maßnahmen beschließen, um sicherzustellen, dass im Verlauf des Winters ein Lagerabbau stattfinden wird.

Der Saudische Ölminister Ali al-Naimi setzt etwas moderater nach, dass die Organisation einen Preis um die 25$ pro Barrel anstrebt. Diesen Wert sieht er für Verbraucher und Lieferanten als fair an.

Für Preisauftrieb sorgten die Vorgänge im Irak und in Russland. Im Irak ist zwar einerseits ein gewisser Fortschritt im Aufbau der Ölindustrie festzustellen. Aber andererseits wird das Land zunehmend von Gewalt überzogen. Der vor sechs Monaten als beendet erklärte Krieg lodert partiell wieder auf. Russland lässt mit der Yukos-Affäre große Zweifel am Bekenntnis zur Marktwirtschaft aufkommen. Die Ölwelt macht sich Sorgen über die zukünftigen Möglichkeiten der größten Ölgesellschaft des Landes, die auf dem besten Weg war, sich als Partner westlicher Konzerne zu empfehlen. Nach der Verhaftung des Vorstandsvorsitzenden und Hauptaktionärs Michail Chodorkovsky wurde sein Aktienpaket vom Staat eingefroren.

Die großen Spekulanten bauten ihre Positionen auf steigende Kurse bis in die letzte Woche hinein auf. Auch diese Erkenntnis setzt Zeichen für den weiteren Kursverlauf.

Charttechnisch wird die Umkehr der jüngsten Bewegungsrichtung von starken bullischen Indikatoren begleitet. Gegenbewegung oder Rückkehr des Aufwärtstrend ist die Frage, die derzeit niemand mit schlagkräftigen Argumenten für die eine oder andere Position beantworten kann.

Gasöl wird heute Morgen teurer. Die Tonne kostet bereits wieder 258$.

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie bewegen sich vollständig mit dem Weltmarkt. Von dort kommen derzeit vollkommen uneinschätzbare Vorgaben. Heute rechnen wir fest mit einer weiteren Verteuerung. Ob es sich dabei lediglich um eine Gegenbewegung zum Preisrückgang der letzten Tage handelt oder um eine grundsätzliche Umkehr des Trends, bleibt ungewiss. Nach wie vor gilt, dass das Preisniveau mittelmäßig ist. Wer kaufen muss, sollte nicht lange zögern. In dieser Zeit nimmt die Zahl der Käufer zu, die ihre Tanks bis zum Grund leergefahren haben und in Not kommen. Wir weisen darauf hin, dass unser Preissystem auf eine zeitliche Flexibilität von zwei Wochen bei einer Bestellung setzt. Notkäufe und Schnellbestellungen sind zu unseren Preisen normalerweise nicht zu realisieren.

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