Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Bullen schöpfen Hoffnung

Hoffnung macht sich breit, dass die Wirtschaft bald wieder aufersteht. Das ist zwar eine Minderheitsmeinung, dennoch sorgt sie für steigende Ölpreise. Kern der Hoffnung ist der Anstieg des Benzinverbrauchs in den USA gegenüber einem vierwöchigen Vergleichszeitraum des Vorjahres. Diese Erkenntnis katapultierte die Benzinpreise binnen zwei Tagen um fast 20 Prozent in die Höhe und zog den Rest der Ölnotierungen ein ordentliches Stück mit. Bestätigt fühlen sich bullisch gesonnene Spekulanten zudem durch einen bemerkenswerten Rückgang der OPEC-Lieferungen. Der erfüllt zwar nicht die Ankündigungen, aber er zeugt von dem Bemühen um Quotendisziplin. Geflissentlich vergessen wird, dass Benzin in den USA weniger als die Hälfte des Vorjahrespreises kostet. Damit ist der Zwang zum sparsamen Umgang reduziert. Ein Wirtschaftaufschwung wird daraus noch nicht. Das zeigen die immer dunkleren Konjunkturdaten sehr deutlich. Trotz der enormen Anstrengungen der US-Regierung, und nicht nur dieser, existiert noch kein überzeugender Plan für einen Weg aus der Krise. Dieser Mangel wird die Ölpreise weiterhin belasten und die OPEC-Bemühungen um Preisstabilisierung konterkarieren. Mittelfristig dürften die Preise weiter seitwärts tendieren. Danach sieht es derzeit auch beim Dollar aus, obwohl die Währung einen latenten Drang zum Aufwärtstrend zeigt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Benzinverbrauch gestiegen
US-Benzinbestände gefallen
OPEC Exporte gefallen
Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
Konjunkturprogramm für die USA genehmigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung zweifelhaft
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise zogen seit Mittwoch deutlich an. Sie werden von einer kurzfristigen Aufwärtsbewegung am Weltmarkt getrieben. Aus fundamentaler Sicht gibt es keinen Grund, diese Bewegung mittelfristig als nachhaltig anzusehen. Auch charttechnisch hat sie keine längere Daseinberechtigung, was nicht heißt, dass höhere Heizölpreise damit kategorisch ausgeschlossen wären. Wir erwarten einen Fortgang der Seitwärtsbewegung. Und wir erwarten, dass sich der Binnenmarkt im März beruhigen wird. Die Lieferzeiten sollten sich in ganz Deutschland normalisieren. Der geringe Rest von Margenüberhöhung sollte verschwinden. Die Preise sollten relativ attraktiv bleiben. Dennoch erinnern wir daran, sich um eine weniger energieintensive Zukunft zu kümmern. Verbrauchssenkung ist dringend angesagt. Schauen Sie hierzu mal auf www.esytrol.com.

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