Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Bullen treiben die Börsen vor sich her

Am Ölmarkt sind Fiktion und Realität schwer unterscheidbar. Den himmelsstürmerischen Beschreibungen über ein US-amerikanisches Öldorado, das das Land unabhängig und wirtschaftlich stark machen soll, stehen jämmerliche Aussagen über Engpässe in verschiedenen Landesteilen gegenüber. Sie zwingen die USA dazu, sich weiterhin am Weltmarkt zu bedienen. Wer kolportiert hier was? Politik und Journaille lieben es üppig. Sie fabulieren über eine Zukunft mit preiswerter fossiler Energie. Finanzjongleure ergötzen sich am Mangel. An der Ostküste soll er immer noch als Folge der Zerstörungen von Sturm Sandy herrschen. An der Südküste sind Raffinerien und Pipelines Schuld, die nicht ausreichend arbeiten. Im Fall der Raffinerien ist das landesweit gewollt. Die Ölindustrie behauptet, damit zuwenig Geld zu verdienen, und nimmt sie teilweise außer Betrieb. Statt selbst zu produzieren, bedienen sich die USA der Ölprodukte anderer. Aber auch beim Rohöl greifen sie auf die globale Förderung zu. Sogar aus der Nordsee wird Öl in die USA verschleppt. Der Preis eines so gefragten Produkts lässt sich gut in die Höhe treiben. Derweil ruht das billige nordamerikanische Öl "in the middle of nowhere" und wartet auf seine Verwendung. Wenn man das ausblendet, kann man sich die Ölwelt bullisch malen. Das beherrscht die Finanzszene gut. Tatsächliche Knappheit gibt es übrigens nicht. Die ist angesichts sinkender Verbrauchszahlen in den USA auch schwierig zu konstruieren. Konklusion: Die Finanzszene hält den Aufwärtstrend der Ölnotierungen intakt.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Viel frisches Geld im System
OPEC-Generalsekretär redet Öl teuer
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage in Nordafrika und Nahost
Ölmengen global schlecht verteilt
Liefermengen aus der Nordsee sollen wieder sinken

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schuldenkrise wird wieder gesehen
USA brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Sehr viel Öl am Markt

Unsere Heizölpreise halten sich angesichts der Ölrallye an den Börsen recht gut. Der schwache Dollar sichert ihnen den Seitwärtstrend. Noch ist kein Ende der Entwicklung abzusehen. Sie zeigt allerdings deutliche Blasensymptome. Früher oder später sollten die zu einer heftigen Reaktion führen. Derzeit können Verbraucher dem Schauspiel relativ entspannt zuschauen. Die Teuerung von Heizöl hat keine besonderen Formen angenommen. Der Brennstoff kostet genauso viel wie im letzten Jahr. Im Jahresverlauf könnte sich eine bessere Entwicklung einstellen. Darauf zu spekulieren macht angesichts der Unsicherheiten des Geschäfts aber keinen Sinn. Man sollte bessere Preise dann mitnehmen, wenn sie gekommen sind. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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