Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Bullische Wende

In den USA gibt es keine vertragliche Kopplung der Gaspreise an die Ölpreise. Gekoppelt sind die Preise dennoch. Die Bindung ist psychologisch und erfolgt an der Börse. Die Erdgasbestände sind im Gegensatz zu den Heizölbeständen knapp. Das reicht, um den gesamten Energiekomplex angesichts ungünstiger Wetterprognosen in die Höhe zu treiben. Die Preise stiegen über Nacht um ca. 3 Prozent. Die bullischen Tendenzen der letzten Tage sind dabei, einen Trend zu bilden. Der Dollar verlor gestern wieder an Wert. Er folgt damit dem alternierenden Muster der letzten Wochen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kältere Temperaturen in den USA
Knappe US-Erdgasbestände
Sorge über Winterversorgung
Raffineriekapazitäten knapp
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig
Weltweites Nachfragewachstum

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rohöl- und Heizölvorräte auskömmlich
Instandsetzung nach Hurrikanschäden kommt voran
US-Verbraucher sparsamer
IEA senkt Nachfrageprognose
Aussicht auf Verdoppelung der saudischen Reserven

Unsere Heizölpreise steigen kräftig. Sie werden vom Weltmarkt getrieben. Ursächlich ist die Erdgasversorgung in den USA. Ein kurzfristiger Aufwärtstrend wird sich kaum noch vermeiden lassen. Wir rechnen aber nicht damit, dass die Bewegung direkt in den langfristigen Aufwärtstrend übergeht. Um die momentan guten Heizölvorräte knapp aussehen zu lassen, wäre eine außergewöhnliche Kältewelle erforderlich. Solange die nicht eintritt, sollte der aktuellen Preissteigerung bald eine Gegenreaktion folgen.

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