Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Bush, der Prinz und der Chart

Gestern fielen die Preise. Das kam nicht unerwartet. Der vorausgegangene Anstieg ließ den Chart zu steil aussehen. Unerwartet fand dagegen ein Treffen der US-Spitze mit dem saudischen Kronprinz Abdullah statt. Man diskutierte Maßnahmen gegen den hohen Ölpreis. Abdullah sagte Investitionen von 50 Mrd.$ in die Infrastruktur zu. Allein 30 Mrd.$ werden in Bohrlöcher investiert. Der Ölpreis solle langfristig wieder unter 50$ je Barrel sinken. Des Prinzen Wunsch wird vermutlich in einigen Jahren in Erfüllung gehen. Der Euro schwächelte gestern gegenüber dem Dollar, weil das IFO-Geschäftsklima erneut fiel.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffineriekapazitäten knapp
Förderung nahe am Limit
OPEC verweigert Liefererhöhung
Chinas Nachfrage wächst weiter
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Saudis versprechen hohe Investitionen in Infrastruktur
Gute US-Rohölvorräte
Befriedigende US-Benzin-Vorräte
Befriedigende Vorräte der OECD-Länder

Unsere Heizölpreise fallen. Im kurzfristigen Zeithorizont erscheint uns der Rückgang plausibel. Einen Verfall erwarten wir allerdings nicht. Längerfristig sehen wir die Preissituation skeptisch. Vermutlich wird der Brennstoff im Jahresverlauf teurer werden als heute. Wir meinen, dass man in der nächsten Zeit Heizöl wenigstens als Teilmenge eines Jahresbedarfs kaufen sollte, um sich gegen etwaige Steigerungen in der zweiten Jahreshälfte abzusichern. Sollten die Preise dann gegen die Erwartung doch sinken, kann man billiger nachkaufen.

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