Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Bush trommelt erneut zum Krieg

Es wäre zu schön gewesen. Die Preise schienen gestern den Weg nach unten antreten zu wollen. Aber George Bush hat die Sache mal wieder vermasselt. Mit einer martialischen Darstellung der Lage im Irak vor Mitgliedern des US-Kongress hatte er seine Kriegsgelüste erneut bekräftigt. Am meisten konnte er damit offensichtlich die Entwicklung der Ölpreise überzeugen. Die gingen nämlich wieder ordentlich nach oben.

Bush wird uns vermutlich auch in den nächsten Tagen nicht los lassen. Er will nun seine Erkenntnisse über Saddam Husseins Bemühungen um Massenvernichtungswaffen der breiten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Nachdem die Preise am Abend einen ersten kräftigen Sprung nach oben vollzogen hatten, wurde in der Nacht noch ein Schnaps draufgelegt. Nach der Veröffentlichung der US-Bestandsentwicklung durch das API stiegen sie im elektronischen Handel weiter an.

Die Bestandsmeldungen wiesen mit ?6,3 Mio. Barrel einen unerwartet starken Rückgang der Rohölvorräte gegenüber der Vorwoche aus. Rohöl steht damit wieder unter dem Stand des Vorjahres in den Lagern. Die Abweichung beträgt ?2%.

Heizöl und Diesel verlieren 0,3 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen nun 9,9% höher in Lagern als vor einem Jahr.

Benzin verliert 1,4 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht 6,2% über dem Vorjahresstand.

Rohöl erzeugt damit einen klaren Preisschub. Benzin hat sich nach der schwierigen Zeit im Frühsommer wieder sehr gut entwickelt. Von dieser Seite droht momentan kein Preisauftrieb. Nun muss abgewartet werden, was die DOE-Daten heute Nachmittag zu Tage bringen.

Der Gasölpreis in Rotterdam reagiert heute Morgen mit einem weiteren Anstieg auf die Bestandsmeldungen. Die Tonne kostet 232,25$.

Unser Heizölpreis zog gestern Abend bereits kräftig an. Heute Morgen zeigt er noch wenig Bewegung. Die gestern mit aller Vorsicht geäußerte Hoffnung auf fallende Preise kann vorerst begraben werden. Das nach unten verlassen geglaubte Niveau um die 0,35 EUR / Liter im Bundesdurchschnitt wird sich wieder festigen. Vermutlich wird es Schwingungen um diesen Wert geben.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen