Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Bush will Ölpreis senken

Die Preise veränderten sich gestern nur geringfügig. Charttechnisch sind sie derzeit ausgereizt. Sie konsolidieren auf hohem Niveau. Für eine klare Bewegung sowohl nach unten als auch nach oben bedarf es eines Impulses. George W. Bush ist bemüht, einen senkenden Impuls zu liefern. Er suspendiert den Aufbau der strategischen Ölreserven und wünscht die Lockerung von Umweltschutzbestimmungen für Benzin. Außerdem lässt er prüfen, ob es im US-Benzinmarkt illegale Preismanipulationen gibt. Das entscheidende Thema, seine Iranpolitik, blieb unerwähnt. Iran, Irak, Nigeria und Venezuela sind wesentliche Antriebsfaktoren des Preisauftriebs. Der Dollar setzte seinen Abwärtstrend gestern fort.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Kriegsängste wegen des Atomstreits mit dem Iran
Konflikt zwischen Venezuela und USA droht zu eskalieren
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte
Sorge um US-Benzinversorgung
Angst vor Hurrikansaison
Raffineriekapazitäten knapp
Nachfragewachstum stetig
Charttechnik: Ölpreis im Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Bush suspendiert Aufbau der strategischen Reserven
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Nachfrage wächst langsamer
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Charttechnik: Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise verharren auf hohem Niveau. Sie spiegeln die Entwicklung am Weltmarkt. Für einen spürbaren Preiseinbruch fehlen die Argumente. Die aktuelle Perspektive lässt weitere Preissteigerungen nach einer kurzen Zeit der Beruhigung erwarten. Die Nachfrage im Inland ist sehr gering. Die Margen des Handels sind auf ein Minimum zusammengeschmolzen. Dagegen befinden sich die Raffineriemargen wegen der Weltmarktlage auf Rekordniveau.

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