Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Bush will Wasserstoff

Händler suchen weiterhin neue Impulse für die Preisfindung. Aber die Nachrichtenlage ist dünn. Die Kurse legten am Freitag kaum spürbar zu. Selbst der so munter zunehmende Dollar trat auf der Stelle.

Im Irak sehen sich die USA zunehmend mit Problemen konfrontiert. Das interessiert die Ölmärkte kaum noch. Sie haben den einstigen Großlieferanten weitgehend abgehakt und machen ihre Rechung ohne das Land. Georg Bush hingegen wird mit dem Thema auf unangenehme Weise konfrontiert. Um den Schaden zu begrenzen, haben ihm seine Berater ein positives Stichwort gegeben. Er soll die Wasserstoffwirtschaft voranbringen, damit die USA zukünftig wieder unabhängig von fremden Ressourcen ihrem Lebensgefühl nachgehen können.

Die Regierung hat ein 1,7 Mrd.-Dollar-Programm aufgelegt. Das soll die Wasserstoffwirtschaft als die nächste große Energiequelle für die USA nutzbar machen. Dieses Mal verspricht George Bush seinem Volk Autos ohne schadstoffhaltige Abgase. Er ruft seine Wissenschaftler auf, die Fahrzeuge endlich aus den Laboratorien zu holen und sie in die Verkaufsräume zu stellen. Das Programm hat in den Augen amerikanischer Umweltschützer allerdings ein großes Manko. Es verfolgt die Gewinnung des Wasserstoffs aus fossilen Quellen wie Erdgas, Öl, Kohle und sogar Atomenergie. Sie werfen dem Präsidenten vor, dass er erneut seine Freunde in den Ölgesellschaften mit dem angekündigten Programm in Position bringt. Für Sonnenenergie wird über die derzeit 80 Mio. Dollar hinaus kein zusätzlicher Cent freigemacht. Zuschüsse für Windenergie werden um 5,5% gekürzt. Bei der Geothermie werden 3,8% und bei der Energiegewinnung aus Biomasse werden sogar 18,9% eingespart.

Die Bedeutung der Summe von 1,7 Mrd. Dollar wird angesichts von bewilligten Aufbaugeldern der USA für den Irak in Höhe von 2,4 Mrd. Dollar relativiert. Auf lange Sicht werden rund 100 Mrd. Dollar in das zerstörte Land fließen. Die Kosten werden nach Meinung von Kritikern nicht durch Öleinnahmen gedeckt werden können. In den USA werden Stimmen lauter, die ihre Armee zurückholen und den Irak sich selbst überlassen wollen.

Für die Ölmärkte sind die Diskussionen uninteressant. Sie lassen sich eher von Meldungen aus Nigeria bewegen, wonach für diese Woche zu Generalstreiks aufgerufen wird. Auch dieser große Ölversorger der Welt ist seit Monaten ein unsicherer Kantonist. Aber noch fließen von dort wichtige Ölströme.

Heute Morgen bleibt die Preisbewegung beim Gasöl verhalten. Mit 229,50$ pro Tonne gibt es kaum eine Veränderung zum Freitag.

Unsere Heizölpreise gehen ebenfalls mit den Freitagspreisen in die Woche. Wir erwarten in der nächsten Zeit leichte Preisanstiege auf Grund der Ölpreis- und der Dollarentwicklung. Heizöl ist auf dem aktuellen Niveau weiterhin uneingeschränkt kaufenswert.

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