Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Chaos sieht anders aus

Der Tag zwei nach der Italien-Wahl verlief zumindest an den Ölbörsen ruhiger als der deutsche Blätterwald es einem glauben machen will. Sicher, die Mehrheitsverhältnisse in Italien sind alles andere als eindeutig und damit wenig glücklich. Aber es gab schon wesentlich deutlichere Reaktionen an den Märkten. Mit oder ohne Berlusconi bleibt die Situation in Italien schwierig. Und vielleicht decken solche Wahlen die Lügen der letzten Monate auf, die eine Gesundung der Wirtschaft durch Sparen versprachen, dabei aber ein Wirtschaften nach dem Motto weiter wie bisher propagierten. Der Chef der amerikanischen Notenbank Bernanke verteidigte derweil seine Politik des lockeren Geldes und ermahnte die Politik seiner Landsleute, es zu keinen automatischen Kürzungen kommen zu lassen. Dies erscheint zumindest folgerichtig, wenn doch der Erfolg einer Volkswirtschaft in einem aufgeblasenen Bruttoinlandsprodukt gemessen wird. Die Ölnotierungen bröckelten erfreulich weiter. Sie kommen nach den Höchstständen von Mitte des Monats zurück. Der Gegenwind für den Euro, der von der Italien-Wahl entfacht wurde, ließ ebenfalls nach, sodass unsere Heizölpreise wieder etwas nachgeben konnten.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Spannungen in Nordafrika und Nahost
China wächst immer noch rasant
Kleine Probleme in der globalen Lieferkette

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Laue Konjunkturzahlen aus China
Geldflut der FED in der Kritik
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Genug Öl am Markt

Unsere Heizölpreise fallen leicht. Viele Kunden haben aufgrund der Befürchtung einer wieder aufflammenden Euro-Krise in den letzten Tagen verstärkt gekauft. Das ist wegen der Psychologie der Zockerbörsen keine schlechte Entscheidung gewesen, weil auch eine herbeigeredete Euro-Krise eine Euro-Krise ist. Wir müssen leider davon ausgehen, dass der Ausgang der Italien-Wahl kein gutes Ereignis für den deutschen Heizölkäufer war. Erfreulich bleibt, dass Heizöl heute weniger als vor einem Jahr kostet. Die Empfehlung: Halten Sie immer etwas Platz im Tank vor, um in einem guten Moment zukaufen zu können. Aber passen Sie auf, dass der Tank nicht leerläuft. Schnellbestellungen sind teuer. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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