Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Chavez als Robin Hood

Der Linkspopulist, erklärte USA-Gegner und Präsident Venezuelas Hugo Chavez ordnete an, dass die staatliche Ölgesellschaft PDVSA eine Kontrollmehrheit über jedes nationale Ölfeld ausüben muss. Nachdem sich die französische Total und die italienische Eni dieser Vorgabe verweigerten, wurden ihre Anteile komplett eingezogen. Viele Konzerne akzeptieren angeblich die Bedingung. Einige Unternehmen trennten sich von ihren Anteilen durch Verkauf. Die Börse ist alarmiert. Die Preise nahmen es gestern gelassen. Der Fall reiht sich in die Liste geopolitischer Störquellen mit Auftriebspotential ein. Chavez unterstützt einige südamerikanische Regierungen und arme US-Bürger mit billigem Öl. Getrieben von Zinsphantasien für den Euro verlor der Dollar gestern deutlich an Wert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Chavez annektiert Ölfelder
Atomstreit mit dem Iran schürt Unsicherheit
Rebellen lähmen Nigerias Ölexporte erheblich
Raffineriekapazitäten knapp
Angst vor Hurrikansaison
Sorge um US-Benzinversorgung
Nachfragewachstum stetig
Charttechnik: Aufwärtstrend dominant

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC produziert über Nachfrage
Drosselung der iranischen Öllieferungen soll es nicht geben
Vorräte gut
Nachfrage wächst langsamer
Industrieländer wollen alternative Kraft- und Brennstoffe
Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben nach. Die leichte Gegenreaktion am Ölmarkt und der fallende Dollar hinterlassen eine spürbare Preisänderung. Wer Heizöl braucht, sollte kaufen. Eine deutlicher ausgeprägte Abwärtsbewegung bedarf eines bärischen Impulses. Fundamental ist der z.Z. nicht in Sicht. Charttechnisch ist kurzfristig allerdings mehr drin. Das kann den spekulativ eingestellten Verbraucher ermuntern. Mittel- und langfristig muss mit steigenden Heizölpreisen gerechnet werden.

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