Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


China erhöht Bankeneinlagen

Die Ölnotierungen fallen weiter. Die EU-Regierungen verständigen sich auf ein Wenn-es-schlimm-kommt-Paket für Griechenland und versuchen so Ruhe in die Finanzwelt zu bringen. Zunächst soll Griechenland nicht geholfen werden. Sollte es aber doch in Refinanzierungsschwierigkeiten geraten, wird ihm bilateral unter die Arme gegriffen werden. Für die Finanzbranche bedeutet das, dass es nicht sofort Cash gibt. Spanien und Italien werden ebenfalls argwöhnisch beobachtet und so sind Frage und Problem lediglich vertagt, aber nicht gelöst. China hat offensichtlich Angst vor der eigenen Finanzzunft und deren aktuelle Praxis der Kreditvergabe. Scheinbar werden zu viele Kredite verteilt. Deswegen hat China die Einlagenquote bei der Notenbank um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Die Banken müssen nun mehr eigenes Geld hinterlegen, wenn sie neues Geld von der Notenbank haben wollen, um dieses als Kredite unter das Volk bringen zu können. Der Dollar reagiert verhalten. Die Entscheidung Chinas ging zu Lasten des Euro. Schwache US-Konjunkturdaten vom Freitag hielten den Verlust aber in Grenzen. So hält sich das Auf und Ab bei Euro gegen Dollar zurzeit die Waage.

Am Freitag wurden dann endlich die US-Bestandsdaten vom DOE (Department of Energy) veröffentlicht. Diese fielen bärisch aus. Ein deutlicher Aufbau wurde gemeldet. Auch diese Daten wurden im Allgemeinen als schwache Konjunkturwerte angesehen. Im Einzelnen lauteten die Werte:

Rohöl: +2,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +7,2 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,5 Mio. Barrel (API)
Benzin: +2,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,6 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 4,3 (DOE) bzw. 7,3 (API) Mio. Barrel. Die Importe sind fast unverändert zur Vorwoche und etwas geringer als im Vorjahr. Die Raffinerieauslastung stieg um einen Prozentpunkt auf 79 Prozent.

Heute Morgen verhalten sich die Preise ruhig. Wegen eines US-Feiertages bleibt die NYMEX heute geschlossen. Nur der elektronische Handel ist möglich. Die Tonne Gasöl kostet 580 Dollar. Das Barrel Rohöl kostet in New York 74,07 Dollar. Der US-Dollar wird zu 73,61 Eurocent gehandelt.

Unsere Heizölpreise fallen weiter. Der internationale Markt macht das möglich. Der ungewöhnlich lange und kalte Winter schafft bereits einige Lieferschwierigkeiten im Inland. Einige Straßen sind immer noch kaum befahrbar. Das macht die Anlieferung manchmal schwierig, sehr selten sogar unmöglich. Das verzögert natürlich die gesamte Belieferung. Es können nicht so viele Kunden wie gewohnt pro Tag beliefert werden. Einen echten Engpass gibt es aber nicht. Die Heizölpreise haben einen guten Weg nach unten genommen. Wir erwarten eine Seitwärtsbewegung mit ordentlichen Ausschlägen nach oben wie nach unten. Der tägliche Blick auf die Preise kann sich jetzt lohnen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir das kostenlose www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen